Der digitale Vermögensberater des Weißen Hauses, Patrick Witt, hat am 6. Mai (US-Zeit) die konkreten Zeitpläne offengelegt: Das Weiße Haus strebt an, dass vor dem 4. Juli, dem US-Nationalfeiertag, die im Repräsentantenhaus verabschiedete Version des „Digital Asset Market Clarity Act“ (Digital Asset Market Clarity Act) durchkommt. Decrypt berichtet unter Berufung auf Witt (Executive Director des Presidential Council on Digital Assets), der erklärte: „Im Moment ist nicht allzu viel Spielraum auf dem Seil, aber dieser Zeitplan ist erreichbar.“ Witt legte zudem den Fortschritt bei zwei legislativen Knackpunkten offen: Der Tillis-Alsobrooks-Kompromiss bei Vergütungen aus Stablecoin-Erträgen ist bereits festgezurrt; die Klauseln zu Interessenkonflikten rund um Trumps Krypto-Insider – mit der Position des Weißen Hauses „für alle Amtsträger“ statt gegen eine einzelne Person.
Legislative Zeitleiste: Im Mai detaillierte Beratung im Ausschuss des Repräsentantenhauses für Banken, im Juni Überweisung an das Plenum
Witts bereitgestellter Zeitplan:
Mai: Detaillierte Beratung (markup) im Ausschuss des Senats für Banken (Senate Banking Committee)
Juni: 4 Arbeitspaare für die Abstimmung im Senatsplenum
Bis zum 4. Juli: Abschluss der finalen Verabschiedung der Version aus dem Repräsentantenhaus
Witt sagt selbst, dieses Zeitfenster habe „nicht allzu viel Spielraum“, schätzt aber dennoch, dass es erreichbar sei. Der Fall ist die erste klare Deadline, die das Weiße Haus nach dem öffentlichen Auftritt des CLARITY Act in der 4.-Mai-Version bekanntgab; zuvor hatte das Weiße Haus gesagt, „nach der Verabschiedung des CLARITY Act wird die Kryptoindustrie wie eine Rakete abheben“, aber ohne Zeitplan.
Streit um Stablecoin-Erträge: Tillis-Alsobrooks-Kompromiss „bereits festgezurrt“
Einer der zentralen Streitpunkte im Gesetzgebungsprozess des CLARITY Act ist, ob „Krypto-Unternehmen Stablecoin-Erträge anbieten können“ in Konkurrenz zur „Wettbewerbssituation von Bankeneinlagenzinsen“ steht. Der seitens des Koordinationsgesprächs abgestimmte Kompromiss zwischen dem Senator Thom Tillis aus North Carolina und der Senatorin Angela Alsobrooks aus Maryland ist laut Witt bereits festgezurrt.
abmedia 5/5 berichtet über den Widerstand der Bankenbranche gegen die Stablecoin-Bonus-Klauseln im CLARITY Act – Banken argumentieren, dass Stablecoin-Erträge von Krypto-Unternehmen den Einlagenschutz der Banken schwächen würden; der Tillis-Alsobrooks-Kompromiss stehe für eine im Senat gefundene, für beide Seiten akzeptable Zwischenlösung.
Klauseln zu Interessenkonflikten: Das Weiße Haus verlangt „für alle Amtsträger“ statt gezielt gegen Trump
Ein weiterer heikler Punkt im CLARITY Act-Gesetzgebungsverfahren sind die Interessenkonflikt-Klauseln – Befürworter machen geltend, die Klausel solle es Amtsträgern verbieten, Krypto-Assets zu halten, sodass sie die Krypto-Politik nicht beeinflussen können; in der Praxis zielt das auf das Krypto-Interesse der Familie Trump. Die Antwort des Weißen Hauses dazu lautet:
Unterstützung, eine Interessenkonflikt-Klausel aufzunehmen
Aber die Klausel so auszugestalten, dass sie „für alle Amtsträger“ gilt, nicht nur gegen irgendeine bestimmte Person
Das Weiße Haus betrachtet diese Fassung als akzeptablen Kompromiss
Konkrete Ereignisse, die man nachverfolgen kann: der Eröffnungstermin für die detaillierte Beratung im Senatsausschuss für Banken im Mai, die Tagesordnung für die Abstimmung im Plenum in 4 Wochen im Juni sowie der finale Abstimmungstag im Repräsentantenhaus. Witts Zeitplan sieht den Senat als wichtigsten Flaschenhals; falls der Senat verzögert, steht zugleich die Frist für die Verabschiedung im Repräsentantenhaus zum 4. Juli unter zusätzlichem Druck.
Dieser Artikel „Das Weiße Haus will den CLARITY Act bis 7/4 verabschieden: Detaillierte Beratung im Senats-Bankenausschuss im Mai, Überweisung ins Plenum im Juni“ erschien erstmals in der Kette News ABMedia.
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