Die US-Notenbank (Fed) eröffnet ihre zweitägige Sitzung zur Zinspolitik. Fed-Vorsitzender Jerome Powell wird am Donnerstag in der Nacht (30.4.) um 2:30 Uhr eine Pressekonferenz abhalten. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen im Iran, die zu Schwankungen der Energiepreise führen, steigen sowohl der Inflationsdruck als auch die Belastung durch eine verlangsamte Wirtschaftsentwicklung deutlich an. Die Fed erwartet daher, den aktuellen Satz für den Leitzins beizubehalten, um sich mehr Zeit für die Auswertung verschiedener makroökonomischer Daten zu verschaffen. Neben der Ausrichtung der Geldpolitik dürfte den Markt vor allem interessieren, ob Powell seinen Posten behält, sowie die sich anschließenden Personalwechsel und deren Auswirkungen.
Leitungsentwicklung bei Zinserwartungen der Fed und Feinjustierung der Politik-Erklärung
Die Fed eröffnet ihre zweitägige Sitzung zur Zinspolitik und wird am Mittwoch am Nachmittag um 2 Uhr (Donnerstag in der Nacht um 2 Uhr in Taiwan) nach der Pressekonferenz in Washington ihre Erklärung abgeben. Um 2:30 Uhr findet die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Powell statt. Der Markt rechnet allgemein damit, dass das Federal Open Market Committee (FOMC) den Federal-Funds-Satz zum dritten Mal in Folge im Korridor von 3,5% bis 3,75% belassen wird. Angesichts des durch den Iran-Konflikt angeheizten Energieanstiegs und möglicher Inflationsrisiken tendieren die Entscheidungsträger derzeit dazu, abzuwarten. Bloomberg schätzt, dass die Fed in ihrer Politik-Erklärung voraussichtlich die Formulierung zum Arbeitsmarkt leicht anpassen wird, um den stabilen Zustand des Beschäftigungsmarkts trotz einer langsameren Einstellungstätigkeit widerzuspiegeln. Gleichzeitig könnte die offizielle Stelle zur Steuerung von Inflationsrisiken die Wortwahl für die Forward Guidance anpassen und damit die politische Flexibilität beibehalten, künftige Zinserhöhungen wieder aufzunehmen – statt nur Senkungen vorzusehen. Das dürfte die Bewertung des Marktes hinsichtlich der Veränderung der gesamten Finanzierungskosten unmittelbar beeinflussen.
Powells Bewegungen und Faktoren für die Verbleibensfrage von Ratsmitgliedern
Da der Markt die Zinserhöhungspause ohnehin bereits stark eingepreist hatte, liegt der Fokus nun eher auf der Frage, ob der amtierende Fed-Vorsitzende Powell seinen Posten behält. Sein Vorsitzendenmandat läuft am 15. Mai ab; diese Sitzung dürfte daher seine letzte Pressekonferenz im Nachgang sein. Investoren achten besonders darauf, wie er zu seinem persönlichen Karriereplan Stellung bezieht – insbesondere, ob er weiterhin die Aufgabe als Fed-Ratsmitglied wahrnimmt, deren Amtszeit erst im Januar 2028 endet. Bisher hatte Powell betont, dass eine Entscheidung über sein Ausscheiden erst in Betracht gezogen werde, wenn die gerichtliche Untersuchung zu dem Budget für Reparaturen am Hauptsitz gründlich und transparent abgeschlossen sei. Obwohl das US-Justizministerium jüngst die Einstellung des Verfahrens bekannt gegeben hat, erklärte es zugleich, dass man die Befugnis behalte, Ermittlungen bei neuen Fakten wieder aufzunehmen. Ob Powell als Ratsmitglied bleibt, beeinflusst direkt die Stabilität im Kern der Fed-Entscheidungen.
Neue Nominierung Warsh steht vor politischen Herausforderungen
Mit Blick darauf, dass der Senatsausschuss für Banken voraussichtlich die Nominierung von Warsh (Kevin Warsh) vorantreiben wird, steigt seine Chance, das Amt zu übernehmen, deutlich. Warsh wird jedoch in Zukunft mit mehreren dringenden Herausforderungen konfrontiert sein. Zunächst werden die politischen Zwänge, die auf einen deutlichen Zinsschritt nach unten drängen, seine Fähigkeit auf die Probe stellen, die Unabhängigkeit der Geldpolitik der Zentralbank zu wahren. Zweitens will Warsh zwar der Fed institutionelle Veränderungen bringen, aber sein Reformtempo wird durch die Geschwindigkeit der Personalwechsel innerhalb des Gremiums begrenzt. Wenn Powell sich dafür entscheidet, als Ratsmitglied zu bleiben, und zusätzlich die unterschiedlichen politischen Positionen der bestehenden Mitglieder zu berücksichtigen sind, wird Warsh beim Vorantreiben neuer Rahmenbedingungen oder beim Herstellen eines internen Konsenses zwangsläufig umfangreiche Verhandlungen und Abstimmungen durchführen müssen.
Darüber hinaus könnte dies auch der letzte Politik-Termin für den Fed-Ratsmitglied Stephen Miran (Stephen Miran) sein, da Warsh bereits nominiert wurde, um seinen Sitz zu übernehmen. Der Markt erwartet, dass Miran – wie bei jeder Sitzung seit seinem Eintritt in die Fed im vergangenen September – diesmal erneut gegen die Entscheidungen der Mehrheit stimmen wird.
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