Die Ölpreise bleiben auf einem hohen Niveau, der CPI wird gleich veröffentlicht — kann die Stagflation wirklich eintreten?

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In den letzten Zahlen zum Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) der USA zeigt sich, dass weiterhin Preisdruck vorhanden ist, und der Markt beobachtet heute Abend besonders genau die Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) für März, die veröffentlicht werden. Aufgrund geopolitischer Konflikte, die zu einem Anstieg der Energiepreise führen, nehmen die Bedenken vor einer Inflationserholung im Markt allmählich zu. Vor dem Hintergrund von Veränderungen in den Erwartungen an das Wirtschaftswachstum ist der Begriff Stagflation erneut zum Mittelpunkt der Diskussionen in der Finanzwelt geworden.

PCE-Daten zeigen, dass der Inflationsdruck auf einem hohen Niveau bleibt

Die gestrigen (4/9) vom US-Handelsministerium veröffentlichten Berichte zeigen, dass die Kerninflationsrate vor dem jüngsten Sprung der Energiepreise dauerhaft über dem Zielwert der US-Notenbank lag.

Nach saisonaler Bereinigung des Kern-Preisindex für private Konsumausgaben ohne Lebensmittel- und Energiepreise stieg er im Februar um 3%. Unter Einbeziehung aller Positionen stieg die Inflationsrate um 2.8%. Das Inflationsziel der US-Notenbank liegt bei 2% und sie geht davon aus, dass der Kern-PCE die langfristigen Trends besser widerspiegelt.

Die kürzlich veröffentlichten PCE-Daten zeigen, dass die Inflationsrate auf einem relativ hohen Niveau bleibt, was auf die Starrheit der Preise hindeutet. Noch wichtiger ist: Diese Daten spiegeln Zahlen wider, die erhoben wurden, bevor der Krieg ausbrach. Aufgrund geopolitischer Einflüsse stiegen die Rohölpreise und trieben damit die Transportkosten nach oben; das macht die heute Abend anstehende Veröffentlichung der CPI-Daten für März noch stärker in den Fokus.

Darüber hinaus betrug die vom US-Handelsministerium veröffentlichte inländische Brutto-Wertschöpfung (ein Indikator für die Produktion aller Waren und Dienstleistungen) nach saisonaler Anpassung im Jahresvergleichswachstum lediglich 0.5%, und lag damit unter dem vorherigen Wert von 0.7% und der anfänglichen Schätzung von 1.4%. Die jährliche Wachstumsrate bleibt bei 2.1%.

Definition und zeitlicher Hintergrund von Stagflation (Stagflation)

Wegen geopolitischer Konflikte, die zu einem Anstieg der Energiepreise führen, nehmen die Bedenken im Markt vor einer Inflationserholung allmählich zu. Vor dem Hintergrund von Veränderungen in den Erwartungen an das Wirtschaftswachstum ist der Begriff Stagflation erneut zum Mittelpunkt der Diskussionen in der Finanzwelt geworden.

„Stagflation“ bezeichnet die dreifache Krise, der eine Volkswirtschaft gleichzeitig mit hoher Inflation, hoher Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Stagnation gegenübersteht. Das bekannteste historische Beispiel trat in den 1970er-Jahren während der Ölkrise auf: Damals stiegen die Energiepreise stark an, was zu einem erheblichen Schock auf der Angebotsseite führte, sodass Preissteigerungen und Unternehmensschließungen parallel auftraten. Dieses Phänomen bringt die Zentralbank in ein Dilemma: Zinssenkungen würden die Konjunktur ankurbeln, aber die Inflation verschlechtern; Zinserhöhungen würden die Inflation zwar dämpfen, aber die Wirtschaftskrise verschärfen.

Standpunkt des Vorsitzenden Powell der Fed und der Beamten

Angesichts der Marktsorgen hat der Vorsitzende der US-Notenbank Powell in der jüngsten FOMC-Pressekonferenz eindeutig erklärt, dass er die aktuelle Wirtschaft nicht mit „Stagflation“ charakterisiert. Er wies darauf hin, dass den 1970er-Jahren eine zweistellige Arbeitslosenquote und eine extrem hohe Inflation zugrunde lagen; im Gegensatz dazu liegt die Arbeitslosenquote heute weiterhin in einem normalen Bereich, und die Inflationsrate ist weit niedriger als die historischen Höchststände. Powell betonte, dass die US-Notenbank weiterhin den Preisdruck beobachten werde, der durch geopolitische Faktoren entsteht, und ihre politischen Schritte anhand der tatsächlichen Daten anpassen werde.

Es gibt jedoch auch andere Stimmen. Der Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, (Austan Goolsbee), äußerte kürzlich in (Detroit Economic Club) in Detroit seine Bedenken hinsichtlich der aktuellen Lage:

„Wenn die Inflation, die durch Zölle verursacht wurde, noch nicht abgeklungen ist und gleichzeitig ein hohes Ölpreisniveau eine Stagflation auslöst, wodurch der entscheidende Wachstumsmotor – die US-Verbraucher – das Vertrauen verlieren, dann werden sie anfangen, weniger auszugeben und stattdessen zu sparen. Letztlich würde das die Wirtschaft in eine Stagflationskrise treiben – das wäre das Schlimmste.“

Makroanalyse: Möglichkeit des Auftretens extremer Risiken

Vergleicht man das Niveau mit den Maßstäben der 1970er-Jahre, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Wirtschaft in eine typische Stagflation gerät, relativ begrenzt. Zwar bringt der derzeitige Anstieg der Energiepreise einen Preisdruck mit sich, doch bleibt das US-BIP im positiven Wachstum, und der Arbeitsmarkt zeigt keinen flächendeckenden Abschwung. Wenn jedoch der internationale Ölpreis langfristig auf hohem Niveau bleibt, würde dies tatsächlich die Kosten in den Lieferketten erhöhen. Insgesamt deutet das aktuelle Umfeld eher auf eine Übergangsphase hin, in der sowohl ein verlangsamtes Wachstum als auch eine klebrige Inflation nebeneinander bestehen. Der Markt sollte daher rational bleiben und extreme Risiken nicht übermäßig interpretieren.

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