Am 18. Juni nach Börsenschluss in den USA kritisierte der US-Handelsbeauftragte die Bemühungen Deutschlands zur Senkung der Arzneimittelpreise. Dabei warf man Deutschland vor, „langfristig kostengünstig innovative Pharmazeutika zu beschaffen“. Die Kritik löste eine formelle Zollermittlung gegen die deutschen Preisbildungsmaßnahmen in der Pharmaindustrie aus.
Als Reaktion erklärte Bundeskanzler Mertz, die Regierung werde bei Bedarf relevante Informationen an die USA übermitteln, bekräftigte jedoch, dass Entscheidungen zur Arzneimittel-Erstattung eine Angelegenheit der heimischen Politik seien. Die Ermittlung belastete europäische Aktien aus dem Gesundheitssektor: Der STOXX 600 Personal Care, Pharmaceuticals & Groceries-Index fiel um mehr als 0,8 % auf Tiefststände unter 155,50 Punkte.