Stabilcoin-Ertragsrate im Wettstreit: Eric Trump kritisiert Banken scharf als „anti-amerikanisch“, Krypto-Regulierungsentwurf kommt ins Stocken

Am 5. März wurde bekannt, dass die Konflikte zwischen der US-amerikanischen Krypto-Regulierung und der Bankenbranche erneut eskalieren. Eric Trump, Mitbegründer von World Liberty Financial (WLFI), kritisierte kürzlich öffentlich die Haltung traditioneller Banken, die gegen stabile Coin-Erträge vorgehen, und bezeichnete dieses Vorgehen als Verteidigung eines „Monopols niedriger Zinsen“ und sogar als „anti-amerikanisch“. Zugleich übte US-Präsident Trump scharfe Kritik an Lobbygruppen der Bankenbranche und warf ihnen vor, zu versuchen, die Verabschiedung wichtiger Krypto-Regulierungs-Gesetze zu behindern.

Eric Trump schrieb auf der Plattform X, dass die jährlichen Zinssätze für Sparkonten bei großen US-Banken für gewöhnliche Sparer meist nur zwischen 0,01 % und 0,05 % liegen, während die Federal Reserve den Banken über 4 % Zinsen zahlt. Diese enorme Zinsdifferenz bringt den Banken beträchtliche Gewinne, kommt aber den normalen Sparern kaum zugute. Er nannte dabei Institutionen wie JPMorgan Chase, Bank of America und Wells Fargo und beschuldigte diese Finanzgiganten, in großem Stil zu lobbyieren, um zu verhindern, dass US-Verbraucher höhere Sparrenditen erhalten.

Seiner Ansicht nach bieten stabile Coins und verwandte Krypto-Finanzprodukte Renditen von 4 % bis 5 % oder sogar höher, was einen direkten Wettbewerb für das traditionelle Bankensystem darstellt. Eric Trump sagte, dass die American Bankers Association (ABA) und andere Lobbygruppen mehrere Millionen Dollar investieren, um durch Gesetzesmaßnahmen die Ertragsmechanismen der stabilen Coins zu beschränken und so zu verhindern, dass Gelder in den Bereich digitaler Vermögenswerte fließen.

Gleichzeitig brodelt die Gesetzgebung im US-Kongress weiter um die Struktur des Kryptomarktes. Im Juli 2025 unterstützte das Repräsentantenhaus mit parteiübergreifender Mehrheit den „CLARITY Act“, der die Zuständigkeiten der SEC und CFTC bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte klar definieren soll. Doch nach Einreichung beim Senat kam das Gesetz nur schleppend voran, wobei eine zentrale Streitfrage darin besteht, ob stabile Coins Zinsen oder Belohnungen an ihre Inhaber auszahlen dürfen.

Der Senatsentwurf des Markstruktur-Gesetzes sieht strenge Beschränkungen für die Erträge stabiler Coins vor, darunter ein Verbot, Zinsen nur aufgrund des Guthabens zu zahlen, sowie Einschränkungen bei Belohnungsmechanismen. Diese Bestimmungen führten zu deutlichen Differenzen zwischen Banken und der Krypto-Industrie. Das Weiße Haus setzte den 1. März 2026 als Frist, bis zu der beide Seiten eine Einigung über die Ertragsregeln stabiler Coins erzielen sollten, doch bislang wurde keine Einigung erzielt.

Zuvor hatte Trump öffentlich erklärt, dass die Bankenbranche nicht versuchen sollte, den „GENIUS Act“ zu schwächen, noch sollte sie die Verabschiedung des „CLARITY Act“ behindern. Er betonte, dass die USA ein regulatorisches Umfeld brauchen, das Innovationen im Bereich digitaler Vermögenswerte fördert, andernfalls könnten sie im globalen Wettbewerb um Krypto-Finanzierungen ins Hintertreffen geraten.

Derzeit erwägt der Bankenausschuss des US-Senats, im März Mitte bis Ende eine Anhörung abzuhalten. Die Marktteilnehmer sind sich einig, dass die Unsicherheit in der Regulierung der US-Kryptoindustrie andauern könnte, falls es dem Kongress vor den steigenden Wahlkampffahrten nicht gelingt, die Streitigkeiten um die Erträge stabiler Coins zu lösen.

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