
Der Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, Paul Atkins, hat am 18. März in einem CNBC-Interview öffentlich erklärt, warum NFTs in der Regel nicht unter die bundesweiten Wertpapiergesetze fallen. Atkins wies darauf hin, dass die SEC interpretierende Dokumente veröffentlicht hat, die digitale Sammlerstücke wie NFTs als „in der Regel keine Vermögenswerte, die Investitionsverträge darstellen“ klassifizieren. Der Grund dafür ist, dass der Kauf eher mit physischen Sammlerstücken wie Baseballkarten vergleichbar ist und nicht mit Investitionsinstrumenten.
Atkins’ Kernargument: NFTs sind „unveränderliche Käufe“
(Quelle: CNBC)
Im Gespräch mit CNBC-Moderator Andrew Ross Sorkin unterschied Atkins klar zwischen NFTs als Sammlerstücke und als Investitionsverträge.
Atkins sagte: „Diese Sammlerstücke, wie Baseballkarten, Memes oder diese Meme-Coins, NFTs – das sind Dinge, die Leute kaufen. Das ist ein unveränderlicher Kauf… im Gegensatz zu anderen Vermögenswerten, die gehandelt werden.“
Sein Argument basiert darauf, dass der Kauf von NFTs eine Endverbraucherhandlung ist – der Besitzer erwirbt sie in der Regel ohne die Erwartung, durch „die Anstrengungen anderer“ Gewinne zu erzielen. Dies entspricht dem von der US-Höchstgerichtsbarkeit lang angewandten Howey-Test, der die Kernkriterien für die Einstufung als „Investitionsvertrag“ festlegt.
Atkins betonte außerdem, dass die Entscheidung der SEC weiterhin von den „Fakten und konkreten Umständen“ jedes Vermögenswerts abhängt und nicht alle Strukturen von NFTs automatisch von der Wertpapiergesetzgebung ausgenommen sind.
Interpretierende Veröffentlichung der SEC: Vier Arten digitaler Vermögenswerte, die in der Regel keine Wertpapiere sind
In dieser Richtlinie listet die SEC vier Arten digitaler Vermögenswerte auf, die in der Regel nicht unter die Wertpapiergesetze fallen:
- Digitale Waren (Digital Commodities): Digitale Vermögenswerte mit primärem Warencharakter
- Digitale Utilities (Digital Utilities): Token mit bestimmten Funktionen oder Nutzungsrechten
- Digitale Sammlerstücke (Digital Collectibles): Einschließlich NFTs, ähnlich wie Baseballkarten für Sammler
- Stablecoins: Mit Fiat-Währungen oder anderen Vermögenswerten gekoppelte stabile Coins
Dieses Rahmenwerk bietet der Kryptoindustrie eine gewisse rechtliche Klarheit, vorausgesetzt, die Hauptmotivation der Eigentümer ist das Halten oder Nutzen, nicht die Erzielung von Investitionsgewinnen durch Dritte.
Regulatorischer Kurswechsel: Atkins kündigt Abschied von „Durchsetzung statt Regulierung“ an
Dieses CNBC-Interview ist die neueste Demonstration von Atkins’ fortwährender Bewegung hin zu einer regulatorischen Neuausrichtung. Er kritisierte öffentlich die bisherige Praxis der SEC, die auf „Durchsetzung statt Regulierung“ setzte, und versprach, klare Leitlinien anstelle passiver Durchsetzung zu bieten.
Atkins erklärte, dass vergangene regulatorische Fehler die USA im Bereich der Kryptowährungen um zehn Jahre zurückgeworfen haben. Er bezeichnete Tokenisierung ausdrücklich als eine Innovation, die unterstützt und nicht eingeschränkt werden sollte. „Wir ziehen eine klare Grenze zum Vergangenen“, sagte Atkins im Interview und betonte, dass die SEC das Ziel hat, für den digitalen Vermögenssektor transparentere und vorhersehbarere Rahmenbedingungen zu schaffen.
Häufig gestellte Fragen
Warum fallen NFTs in den USA in der Regel nicht unter das Wertpapierrecht?
Atkins erklärte, dass NFTs meist als Sammlerstücke eingestuft werden, bei denen die Käufer nach dem Erwerb keine Gewinne durch die Anstrengungen anderer erwarten. Dies entspricht nicht den lang angewandten Kriterien des Howey-Tests der US-Höchstgerichtsbarkeit und gilt daher in der Regel nicht als „Investitionsvertrag“ im Sinne des Wertpapierrechts.
Welche Arten digitaler Vermögenswerte sind laut SEC nicht wertpapierpflichtig?
Die interpretierende Veröffentlichung der SEC umfasst vier Arten: Digitale Waren, Digitale Utilities, Digitale Sammlerstücke (einschließlich NFTs) und Stablecoins. Sie bietet der Branche eine strukturierte rechtliche Orientierung.
Schließt Atkins die Möglichkeit aus, dass NFTs vollständig vom Wertpapierrecht erfasst werden?
Nein, Atkins machte deutlich, dass die Analyse der SEC weiterhin von den konkreten Fakten und Umständen jedes Vermögenswerts abhängt. Wenn die Struktur eines bestimmten NFTs den Eigentümer dazu verleitet, auf Gewinne durch die Anstrengungen Dritter zu hoffen, könnte es dennoch als Investitionsvertrag eingestuft und somit wertpapierpflichtig sein.
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