Reuters exklusiv: US-Geheimaufsicht überwacht 92 Öltanker, die 90 Millionen Barrel umschlagen, nach dem Vorbild des iranischen Schiffs-auf-Schiff-Modells

美軍秘密轉運石油

Reuters veröffentlichte am 16. Juni eine exklusive Untersuchung und berief sich dabei auf 11 Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Demnach überwacht das US-Militär seit Anfang Mai eine groß angelegte geheime Schiff-zu-Schiff (STS)-Umschlagaktion auf See. Der Standort liegt vor der Küste des Vereinigten Arabischen Emirats Fujairah sowie nahe dem Hafen in Sohar in Oman. An der Aktion sind mindestens 92 Schiffe beteiligt. Satellitenbilder und eine Analyse von Schifffahrtsdaten zeigen, dass seit Mai etwa 90 Millionen Barrel Rohöl und Erdölprodukte umgeschlagen wurden.

Reuters legt Details der Operation sowie AH-64-Helikopter offen

Nach Angaben mehrerer mit dem Vorgang vertrauter Personen, auf die Reuters sich stützt, steuerten die beteiligten Tanker zunächst einen vorab festgelegten Sammelpunkt an. Sie liefen dann im Abstand von 3.000 bis 4.000 Metern nacheinander aus. Dabei wurden üblicherweise das AIS-Schiffautomatik-Identifikationssystem ausgeschaltet, das Licht gedimmt und nach vordefinierten Wegpunkten entgegengenommen, während die US-Truppen die Überwachung übernahmen. Nach dem Abschluss der Passage durch die Straße von Hormus liefen sie an den bereits wartenden VLCCs (Very Large Crude Carriers, sehr große Rohöltanker) an, um einen fortlaufenden Umschlag von Rohöl über 24 bis 40 Stunden durchzuführen. Das US-Militär war dabei vor allem für die Luftüberwachung, die Prüfung der Einhaltung von Vorschriften und das Tracking der Route zuständig, statt direkt beim Be- oder Entladen von Öl mitzuwirken.

4 Gesprächspartner bestätigten, dass eine US-amerikanische bewaffnete AH-64 „Apache“-Hubschrauberkategorie, die am 9. Juni von Iran abgeschossen worden war, an der betreffenden Aktion beteiligt gewesen sein soll. Reuters habe dies über Satellitenbilder festgestellt: Am Tag, an dem der Hubschrauber abgeschossen wurde, befanden sich in der Meeresregion nahe dem Hafen von Sohar mindestens 6 Gruppen von Tankern im Schiff-zu-Schiff-Umschlag.

Bestätigte Sicht eines namentlich genannten Analysten

Michael Froman (Vorsitzender des US-amerikanischen Think-Tanks CFR) bestätigte: „Mit dem schrittweisen Verfall traditioneller Regeln leiht sich die USA inzwischen die Art und Weise der sogenannten ‚Schatten-Schiffsflotten‘ aus, wie sie Russland, Nordkorea und sogar dem Iran zugeschrieben werden. Und diese Technologien wurden ursprünglich genau dafür entwickelt, um US- und UN-Sanktionen zu umgehen.“

Noam Raydan (maritimer Risikoexperte am Washington Institute) bestätigte: „Ich sehe nicht, wie das alles zu einer dauerhaften Lösung werden kann. Das ist nur eine provisorische Reaktion in einer besonderen Phase.“ Er wies darauf hin, dass niemand weiß, wann der Iran erneut Drohnen oder Schnellboote einsetzen wird, um die Passage von Schiffen zu verhindern. Das gesamte System bleibe daher im Kern eine hochriskante Anordnung.

Häufige Fragen

Wie bestätigte Reuters Umfang und Existenz dieser Operation?

Die Bestätigung durch Reuters beruht auf: den Aussagen von 11 Personen, die mit der Aktion vertraut sind; Satellitenbildern, die Reuters eingesehen hat (am 11. Juni wurden zwei Umschlagpunkte bestätigt, an denen gleichzeitig 17 Gruppen von Tankern auftauchten); sowie einer umfassenden Auswertung von Satellitenbildern und Schifffahrtsdaten (Schätzung eines Umschlagvolumens von rund 90 Millionen Barrel). Das US-Verteidigungsministerium bestätigte, dass das US-Zentralkommando nicht direkt am Umschlag beteiligt war, machte jedoch keine Angaben zu weiteren Details.

Welche Verbindung gibt es zwischen dem Abschuss der AH-64 Apache und der Umschlagaktion?

4 Personen mit Kenntnis des Vorgangs bestätigten, dass die am 9. Juni von Iran abgeschossene AH-64 Apache-Hubschrauberkategorie zu diesem Zeitpunkt einen Auftrag im Zusammenhang mit dem Öl-Umschlag ausführte. Reuters habe über Satellitenbilder bestätigt, dass am Tag des Abschusses des Hubschraubers in der Nähe des Hafens von Sohar mindestens 6 Gruppen von Tankern im Schiff-zu-Schiff-Umschlag aktiv waren. Der Vorfall, bei dem der Hubschrauber abgeschossen wurde, sei selbst bereits zuvor in den Medien gemeldet und bestätigt worden.

Warum wird dieses Umschlagschema als „Nachahmung des iranischen Schattenboot-Modells“ bezeichnet?

Laut Reuters ist das Schiff-zu-Schiff-Umschlagmuster seit langem ein wichtiges Instrument, mit dem der Iran internationale Sanktionen umgeht, um durch das Verbergen der Herkunft des Rohöls einen Export zu ermöglichen. Froman, Vorsitzender des US-Außenpolitischen Ausschusses für Beziehungen, bestätigte: „Die USA übernehmen diesmal genau eine ähnliche Vorgehensweise – nur dass das Ausmaß deutlich über dem liegt, was der Iran zuvor getan hat. Und die Ironie besteht darin, dass diese Techniken ursprünglich entwickelt wurden, um US- und UN-Sanktionen zu umgehen.“

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