SpaceX gibt 60 Milliarden US-Dollar aus, um Cursor zu kaufen; die Marktkapitalisierung überstieg zeitweise Microsoft

SpaceX收購Cursor

SpaceX (SPCX) kündigte am 16. Juni an, den KI-Programmier-Startup Cursor für 60 Milliarden US-Dollar im Rahmen eines All-Stock-Deals (A-Klasse Stammaktien) vollständig zu übernehmen, ohne dabei irgendeinen Cash aus einem IPO aufzunehmen. Getrieben von der Übernahmenachricht schoss die Marktkapitalisierung im Tagesverlauf auf einen Höchstwert von 2,66 Billionen US-Dollar und übertraf zeitweise Amazon und Microsoft. Die Schluss-Marktkapitalisierung lag bei 2,658 Billionen US-Dollar und damit auf dem fünften Platz der weltweit größten Unternehmen.

Cursor-Geschäftsgröße und die Logik hinter der Rechenleistung-Integration bei SpaceX

Cursor wurde 2022 gegründet. Der annualisierte B2B-Umsatz seines KI-Programmier-Tools liegt mittlerweile bei 2,6 Milliarden US-Dollar, doch es mangelte ihm an ausreichender Rechenleistung, was das wichtigste Wachstumshemmnis darstellte (CNBC). SpaceX hat im Februar dieses Jahres bereits Musks xAI in sein eigenes Portfolio integriert; nach der Übernahme von Cursor sollen die Entwicklerdaten von Anysphere dazu beitragen, KI-Modelle wie Grok zu verbessern, während die Rechenressourcen von SpaceX die Wachstumsbremse von Cursor ausgleichen.

SpaceX gab außerdem bekannt, dass in Kürze neue KI-Modelle auf der Cursor-Plattform eingeführt werden sollen, und veröffentlichte den gemeinsamen Codierungs-Assistenten Grok Build, der über mehrere Monate hinweg von beiden Seiten trainiert wurde. In den IPO-Unterlagen von SpaceX wurde zuvor ein potenzieller Markt von 28,5 Billionen US-Dollar erwähnt, wobei der Bereich KI im Unternehmenskontext einen erheblichen Anteil ausmacht.

Transaktionskonditionen: Abschluss im Q3 2026, 3,4% Verwässerung, Abbruchkosten bis zu 10 Milliarden US-Dollar

Laut Mitteilung soll die Übernahme im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden; zudem sind noch behördliche Genehmigungen erforderlich. Die Aktienverwässerung für die SpaceX-IPO-Bewertung beträgt bei dieser All-Stock-Transaktion rund 3,4%. Sollte der Deal aufgrund bestimmter Faktoren scheitern, muss SpaceX Abbruchkosten in einer Spanne von 1,5 Milliarden bis 10 Milliarden US-Dollar zahlen oder Rechenressourcen im Wert von 8,5 Milliarden US-Dollar bereitstellen.

Reuters wies zugleich darauf hin, dass die Finanzlage von SpaceX zeigt: Zwischen 2023 und 2025 stieg der jährliche Umsatz von rund 10 Milliarden US-Dollar auf nahezu 20 Milliarden US-Dollar, während der Nettoverlust im Jahr 2025 auf eine deutliche Unterdeckung von knapp 5 Milliarden US-Dollar umschwenkte, hauptsächlich aufgrund der hohen KI-Ausgaben.

Optionen am ersten Handelstag: 1,8 Millionen Kontrakte – Intraday-Daten und Gamma-Squeeze-Mechanismus

Die ersten Optionen von SpaceX wurden in der Nacht des Übernahme-Announcements offiziell an den Markt gebracht. Am ersten Tag wurden 1,8 Millionen Kontrakte gehandelt – deutlich mehr als das Rekordvolumen von 365.000 Kontrakten am ersten Handelstag von Meta im Jahr 2012. Henry Schwartz, stellvertretender Vorsitzender des Options- und Derivatemarktinformationsgeschäfts von Cboe, sagte, ein derartiges Handelsvolumen sei bislang beispiellos und werde vor allem von Privatanlegern getrieben. Das Verhältnis von Call- zu Put-Optionshandel lag am selben Tag bei 1,3:1, die Prämiensumme belief sich auf 2,8 Milliarden US-Dollar.

SpotGamma-Gründer Brent Kochuba analysierte, dass die Nachfrage nach Calls stark verzerrt sei, wodurch es zu einem „Gamma-Squeeze“ komme. Dies veranlasste Market Maker dazu, große Mengen an SpaceX-Spot-Aktien zu kaufen, um ihr Risiko abzusichern – was den Kurs weiter nach oben trieb.

Offene Warnungen von Marktanalysten zur Bewertung von SpaceX

Dan Niles, Gründer von Niles Investment Management, merkte an, dass die Marktmacht und Derivateffekte den Kurs sehr wahrscheinlich weiter nach oben treiben dürften, bevor SpaceX in große Indizes wie den Nasdaq aufgenommen werde. Wie bei einem Meme-Aktien-Hype könne die Bewertung jedoch auf nicht vorstellbare Höhen getrieben werden, bevor sie wieder auf die Fundamentaldaten zurückfällt. In seinem IPO habe SpaceX lediglich 5% des gesamten Aktienbestands ausgegeben (55,56 Milliarden Aktien) – eine extrem geringe Streuung, die Kursvolatilität verstärken kann.

Jeff deGraaf, Analyst bei Renaissance Macro Research, warnte: Historische Daten zeigen, dass IPO-Aktien mit besonders starken Eröffnungsergebnissen häufig dem Effekt einer „Hype Tax“ unterliegen. Die durchschnittliche Rendite lag ein Jahr nach dem Börsengang bei -15,6%.

Häufige Fragen

Warum hat SpaceX für die Übernahme von Cursor einen All-Stock-Deal statt Bargeld gewählt?

Laut Mitteilung entschied sich SpaceX dafür, Cursor mit A-Klasse Stammaktien im Rahmen eines All-Stock-Deals zu übernehmen, ohne irgendeinen Cash aus einem IPO zu verwenden. Diese Ausgestaltung ermöglicht es SpaceX, seinen Cash für die immensen Ausgaben für seine KI-Infrastruktur zu behalten und gleichzeitig nur eine Aktienverwässerung von etwa 3,4% durch den IPO-Wertansatz zu verursachen.

Hat SpaceX bei Börsenschluss bereits Amazon und Microsoft überholt?

Laut den Berichten betrug die Schluss-Marktkapitalisierung von SpaceX 2,658 Billionen US-Dollar und damit weltweit Rang fünf. „Amazon übertroffen“ sowie „Microsoft zeitweise geschlagen“ waren Ereignisse während des Tages, nicht das Ergebnis zum Börsenschluss. Bei Börsenschluss lag SpaceX weiterhin hinter Nvidia, Alphabet, Apple und Microsoft.

Welche Rekordmarke wurde beim Volumen am ersten Handelstag der Optionen von SpaceX gebrochen?

Laut den Berichten wurden am ersten Tag 1,8 Millionen Kontrakte bei den Optionen von SpaceX gehandelt. Damit wurde die zuvor von Meta am IPO-Tag 2012 aufgestellte Marke von 365.000 Kontrakten gebrochen. Das entspricht dem höchsten Volumen an Optionskontrakten am ersten Handelstag in der Geschichte des US-Aktienmarkts.

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