Microsoft-Aktie stürzte im Juni um 19 % ab, dritte große Entlassungswelle mit fast 5.500 Mitarbeitern

Microsoft-Aktie fällt im Juni um 19 % – schlechtester Monat seit Platzen der Dotcom-Blase; laut New York Post unter Berufung auf Business Insider erwartet Microsoft nächste Woche die dritte große Entlassungswelle innerhalb von gut einem Jahr, mit weniger als 5.500 Betroffenen, Schwerpunkt in den Bereichen Vertrieb, Beratung und Xbox.

Zeitstrahl der drei Entlassungswellen: Mai 2025 bis Juli 2026 insgesamt über 20.500 Personen

Microsoft hat seit Mai 2025 drei große Entlassungswellen durchgeführt:

Mai 2025 (erste Welle): rund 6.000 Stellen gestrichen, Reaktion auf das nach der Pandemie abgeflaute Wachstum
Juli 2025 (zweite Welle): rund 9.000 Stellen gestrichen, etwa 4 % der damaligen Belegschaft, Beginn der Ressourcenumstrukturierung
Juli 2026 (dritte Welle): laut Berichten weniger als 5.500 Stellen, konzentriert auf Vertrieb, Beratung und Xbox

Vor den offiziellen Entlassungen bot Microsoft US-Mitarbeitern ein freiwilliges Abfindungsprogramm an (gilt für Personen, deren Dienstjahre plus Alter mindestens 70 ergeben); rund 9.000 waren berechtigt, ein Drittel nahm das Angebot an, sodass die Zahl der Zwangskündigungen auf unter 5.500 gedrückt wurde.

Xbox-Sparte in der Krise: Chipmangel, 150 US-Dollar Preiserhöhung und Schließung von Studios

Die neue Xbox-CEO Asha Sharma erklärte öffentlich, das Unternehmen sei „nicht gesund“. Die enorme Nachfrage der KI-Rechenzentren verdrängt Chip-Kapazitäten, was die Hardwarekosten für Xbox in die Höhe treibt – zuletzt eine Preiserhöhung um 150 US-Dollar. Gleichzeitig schloss Xbox mehrere Studios und strich mehrere in Entwicklung befindliche Spieleprojekte; die Sparte zählt zu den Hauptbetroffenen dieser Entlassungsrunde.

190 Milliarden US-Dollar KI-Investitionsdruck: Microsoft-Aktie fällt im Juni um 19 % – schlechtester Monat seit den 2000er Jahren

Microsoft hat zugesagt, in den kommenden Jahren 190 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur der nächsten Generation zu investieren. Diese enorme Ausgabe steht unter doppeltem Druck: KI-Fortschritte gefährden traditionelle Software-Tools, und die hohen Investitionen schmälern kurzfristig die Gewinnmargen. Das schlägt sich direkt am Kapitalmarkt nieder: Die Microsoft-Aktie fiel im Juni 2026 um 19 % – der schlechteste Monat seit dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er Jahre.

KI-bedingte Entlassungen in der Tech-Branche: Challenger Gray & Christmas zeigt den Branchentrend

Laut dem jüngsten Bericht von Challenger, Gray & Christmas entfielen 2026 bisher fast ein Drittel aller weltweiten Entlassungen auf die Tech-Branche; bis Juni 2026 war KI den vierten Monat in Folge der Hauptgrund für angekündigte Entlassungen. Seit 2023 sind weltweit knapp 174.000 Stellen durch KI-Umstellungen oder Aufgabenverlagerung weggefallen. Der Aufbau von KI-Rechenzentren beansprucht weiterhin Chip- und Kapitalressourcen, während traditionelle Bereiche (einschließlich Consumer-Hardware und Software-Vertrieb) zur Bilanzsanierung gestrafft werden.

Häufig gestellte Fragen

Welche Abteilungen sind von den aktuellen Entlassungen bei Microsoft betroffen, und wie groß ist der Umfang?

Laut New York Post unter Berufung auf Business Insider sind weniger als 5.500 Mitarbeiter betroffen, rund 2,5 % der weltweit 220.000 Beschäftigten von Microsoft; der Schwerpunkt liegt auf Vertrieb, Beratung und der Xbox-Sparte.

Was bedeutet der Kursrückgang der Microsoft-Aktie im Juni 2026 historisch?

Die Microsoft-Aktie fiel im Juni 2026 um 19 % – der schlechteste Monat seit dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er Jahre.

Wie hoch sind die KI-Investitionen von Microsoft, und in welchem direkten Zusammenhang stehen sie mit den Entlassungen?

Microsoft hat zugesagt, bis zu 190 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur der nächsten Generation zu investieren; die enormen KI-Kapitalausgaben verdrängen Ressourcen in traditionellen Bereichen, sodass nicht-KI-Kernfunktionen wie Vertrieb und Beratung abgebaut werden, während KI-Fortschritte auch traditionelle Software-Tools gefährden.

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