BlockBeats-Nachricht, 30. Juni: Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis hat einen Vorschlag für eine Blockchain-Tracking-Ontologie veröffentlicht, der versucht, Branchenstandards für die Adress-Clusterung und -Verfolgung auf der Kette zu etablieren. Das Dokument unterteilt „Cluster (Adressgruppen)“ in feinere Strukturen wie „Wallet-Fragmente“ und schlägt ein zweistufiges Framework vor: Die erste Ebene erstellt ein Adressbeziehungsdiagramm, die zweite Ebene kennzeichnet die Vertrauenswürdigkeit der Analyse, um Strafverfolgungs- und Justizbehörden dabei zu helfen, zu beurteilen, ob die Daten für Ermittlungen verwendet werden können.
Chainalysis stützt sich auf seine praktischen Erfahrungen im Fall der Geldwäsche gegen den Mitgründer des Mischdienstes Bitcoin Fog, Roman Sterlingov, im US-Justizministerium. Der Richter in diesem Fall hatte nach der Daubert-Anhörung das Reactor-Tool als „hoch zuverlässig“ eingestuft. Das Unternehmen betont, dass eine reine On-Chain-Analyse nicht direkt die Identität des Endnutzers identifizieren kann, sondern dass Offline-Informationen wie Gerichtsvorladungen erforderlich sind, und fordert die Branche auf, die Methodik unabhängig zu prüfen und Feedback zu geben.