Der stellvertretende Finanzminister Japans, Atsushi Mimura, hat kürzlich erklärt, die japanische Regierung sei bereit, auf Spekulationshandlungen im Devisenmarkt aus allen Blickwinkeln zu reagieren. Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der der Markt stark daran zweifelt, dass die Behörden während der japanischen Golden-Week-Feiertage bereits mehrfach in den Wechselkurs eingriffen, um den schwachen Yen zu stützen. Mimura sagte, die offiziellen Stellen überwachten die Marktdynamik mit hoher Dringlichkeit, insbesondere im Hinblick auf jüngst ungewöhnliche Preisbewegungen. Obwohl der Yen am Mittwoch zeitweise innerhalb von etwa 30 Minuten um rund 1,8% auf den 10-Wochen-Höchststand von 155,04 aufwertete, lehnte die Behörde es ab, zu konkreten Verteidigungskursen Stellung zu nehmen.
Japanische offizielle Aussagen und eine Strategie der mehrdimensionalen Überwachung
Laut einem Bericht von Bloomberg sagte der stellvertretende Finanzminister Atsushi Mimura am Donnerstag, die Behörden würden für die Veränderungen im Devisenmarkt einen allumfassenden Ansatz verfolgen. Diese Aussage spiegele nicht nur das hohe Maß an Aufmerksamkeit der Regierung für den aktuellen Yen-Kursverlauf wider, sondern lasse auch erkennen, dass sich die Eingriffsmaßnahmen möglicherweise nicht mehr auf traditionelle Muster beschränken. Auf die Frage, ob die Yen-Bewegung durch Terminmärkte für Rohöl angetrieben werde, betonte Mimura, die offiziellen Stellen beobachteten den Markt weiterhin mit äußerst hoher Dringlichkeit, insbesondere im Hinblick auf spekulative Bewegungen, die den Fundamentaldaten zuwiderlaufen. Diese „allumfassende“ Strategie soll durch politische Signale über mehrere Kanäle und potenzielle Kapitalmaßnahmen die Erwartungen des Marktes gegenüber einem einzelnen Indikator senken und so die psychologische Abschreckungswirkung eines Eingriffs verstärken.
Die heftige Volatilität des Yen während der Golden Week
Kurz vor dem Ende der japanischen Golden-Week-Ferien prüfen die Marktteilnehmer sehr genau die am Mittwoch aufgetretenen anormalen Schwankungen. An diesem Tag stieg der Yen-Dollar-Wechselkurs in nur 30 Minuten um etwa 1,8% von einem Tiefniveau auf das Niveau von 155,04 und erreichte damit einen neuen Höchststand seit nahezu zehn Wochen. Da sich die Bewegung damals während eines japanischen Feiertags ereignete und die Marktliquidität entsprechend geringer war, führte diese starke Veränderung zu hohen Spekulationen über einen „Einstiegseingriff“ des Finanzministeriums. Obwohl Mimura dies dazu ablehnte, dazu Stellung zu nehmen, und auch nicht preisgab, ob die Regierung bestimmte Verteidigungswechselkurse im Blick hat, zeigt der Zeitpunkt seiner Aussage offenbar darauf, dass er darauf abzielt, die Alarmbereitschaft der Investoren auch aufrechtzuerhalten, nachdem die Ferien zu Ende sind und die Marktteilnehmer wieder zurückkehren.
Vor dem Feiertag am 30.4. war der Yen zudem zeitweise um 3% kräftig gestiegen. Die offiziellen Stellen zeigten zwar nicht, dass sie eingegriffen hätten, sagten aber direkt: „Der Markt weiß, was passiert ist.“ Außerdem wurde berichtet, dass Beteiligte angewiesen wurden, während der Ferien das Handy erreichbar zu halten.
(Yen 1 Tag rasant um mehr als 3% auf 155: Kiyama Yayuki warnt vor einem „entschlossenen Eingreifen“)
Kontroversen um die IMF-Vorgaben für das Wechselkurssystem und die Häufigkeit von Interventionen
Im Hinblick auf die Leitlinien des Internationalen Währungsfonds (IMF) zum Freely Floating Exchange Rate System tauchten in letzter Zeit Diskussionen auf, ob Japan möglicherweise durch die Anzahl der Interventionen begrenzt sein könnte. Einige sind der Ansicht, dass Japan, um seinen Status des freien Floatings zu bewahren, bis vor November möglicherweise nur noch wenige Male eingreifen könnte. Mimura wies solche Auslegungen jedoch zurück und machte klar, die Regeln würden Japan nicht in der Häufigkeit einschränken, in den Markt einzutreten. Diese Äußerungen zeigen Japans harte Haltung bei der Verteidigung der Währungshoheit des Landes; sie sollen nach außen signalisieren, dass Japan nicht durch internationale Standards in die Enge getrieben werde, solange es zu übermäßigen Schwankungen am Markt komme, seien die Behörden jederzeit bereit, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.
US-Finanzminister Bessent besucht nächste Woche Japan, Yen-Wechselkurs als Thema
Laut dem Nikkei plant der US-Finanzminister Bessent, vom nächsten Montag (11.) für drei Tage Japan zu besuchen. Er will dort Gespräche unter anderem mit Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi, Finanzminister Kayama Yayuki sowie dem Gouverneur der Bank of Japan Kazuo Ueda führen. Diese Informationen wurden von mehreren US-japanischen diplomatischen Quellen bestätigt. Auch die Reaktion auf spekulative Yen-Verkäufe dürfte ein Thema sein.
Dieser Artikel Yen-Volatilität erreicht Zehn-Wochen-Höchststand, Interventionen werden vor dem Besuch von Bessent erneut gemeldet, erschien zuerst bei 鏈新聞 ABMedia.
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