Goldman Sachs hebt die Ölpreis-Prognose an, nachdem Warnungen vor Versorgungsunterbrechungen auftauchten

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Goldman Sachs hat seine Prognose für den Ölpreis angehoben, da erwartete Versorgungsstörungen im Nahen Osten bevorstehen. Das geht aus einem Bloomberg-Interview mit Daan Struyven hervor, dem Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung der Bank. Struyven sagte, die Bank rechne nicht mit einem abrupten Ende der weltweiten Ölversorgungsstörungen. Es sei nur mit einer Rückgewinnung von 90% der Ölförderung im Persischen Golf bis Dezember zu rechnen. Der Ausfall an Lieferungen dürfte im Verlauf des Jahres zu höheren Ölpreisen führen.

Schätzungen zum Lieferausfall

Laut Struyven führt die Störung zu einem deutlichen Rückgang der globalen Öllieferung. „Wir schätzen, dass die Welt bis zum Jahresende kumuliert etwa zwei Milliarden Barrel persischer Ölproduktion verlieren wird. Um das einzuordnen: Das entspricht ungefähr 20% der globalen Ölvorräte auf der ganzen Welt“, sagte er.

Preisprognose und Nachfrageausblick

Goldman Sachs hat seine Prognose für Brent-Rohöl auf 90 US-Dollar pro Barrel bis zum vierten Quartal angehoben. Das entspricht einem Plus von 30 US-Dollar gegenüber der bisherigen Prognose der Bank. „Unsere Brent-Upgrades auf 90 US-Dollar pro Barrel bis zum vierten Quartal. Das sind 30 US-Dollar mehr, fast als unsere Prognose zuvor – und das wäre noch höher, bei etwa 100 US-Dollar pro Barrel, wenn wir nicht einige erhebliche Nachfragerückgänge eingerechnet hätten“, erklärte Struyven. Die Bank rechnet nun damit, dass die globale Ölnachfrage stagniert – und damit frühere Erwartungen für ein Nachfragewachstum von ungefähr einer Million Barrel pro Tag umkehrt.

Worst-Case-Szenario

In einem noch deutlich strengeren Szenario prognostizierte Struyven wesentlich höhere Preise. „Wenn Sie in das von uns als stark nachteilig betrachtete Szenario gehen, in dem es einen Monat zusätzliche Verzögerungen bei der Normalisierung der Exportströme im Persischen Golf gibt und zudem eine gewisse Schädigung der Ölförderkapazität – entweder durch Schäden an der Infrastruktur oder durch die Möglichkeit, dass die Straße niemals weiter als zu 70% geöffnet wird. In diesem Szenario sehen wir Brent bei 120 US-Dollar – sogar bis ins vierte Quartal. Und die Produktpreise dürften dann ebenfalls deutlich höher ausfallen“, sagte er.

Struyven warnte außerdem vor weiterreichenden wirtschaftlichen Folgen im Worst-Case-Szenario. „Und in diesem Szenario steigt die Wahrscheinlichkeit einer Rezession für verschiedene Volkswirtschaften. Ich würde sagen, vor allem in Ländern, die anfälliger sind – Schwellenländer, Asien, in Afrika, Frontier-Economies, potenziell auch in einigen europäischen Ländern.“

Aktueller Marktpreis

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurde Brent-Rohöl zu 117 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

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