Gold-Futures für August-Lieferung schlossen am 2. Juli (Ortszeit) an der New York Mercantile Exchange bei 4.183,10 US-Dollar pro Unze, so Investing.com. Das zweite Quartal 2025 war die schlechteste Performance seit 13 Jahren, wobei Gold-Futures um 13,4 % fielen – der stärkste Quartalsrückgang seit Q2 2013. Zinserhöhungserwartungen und Dollarstärke trieben den Rückgang an, da Fed-Chef Kevin Warsh die Inflationskontrolle priorisierte, während die Ölpreise aufgrund der Spannungen im Nahen Osten stiegen. Auch die Gold-Spot-Preise fielen am 30. Juni intraday auf 3.943 US-Dollar pro Unze, den niedrigsten Stand seit November des Vorjahres.
Gold-Futures verzeichnen 13,4 % Rückgang im zweiten Quartal
Gold-Futures verzeichneten im zweiten Quartal 2025 einen Rückgang von 13,4 %, den größten Quartalsrückgang seit dem zweiten Quartal 2013. Am 30. Juni erreichten die Gold-Spot-Preise einen intraday-Tiefststand von 3.943 US-Dollar pro Unze, den niedrigsten Stand seit November des Vorjahres.
Fed-Zinserhöhungserwartungen belasten Goldpreise
Die Möglichkeit von Zinserhöhungen lastete auf den Goldpreisen. Gold ist ein zinsloses Anlagegut, das bei steigenden Zinsen an Attraktivität verliert, da Anleger zu renditeträchtigen Instrumenten wie Anleihen und Einlagen wechseln. Fed-Chef Kevin Warsh bezeichnete Preisstabilität als oberste Priorität, was die Märkte dazu veranlasste, Wahrscheinlichkeiten für Zinserhöhungen einzupreisen. Laut CME FedWatch rechnet der Markt in diesem Jahr mit zwei bis drei Zinserhöhungen, wobei eine Zinserhöhung im September mit über 60 % Wahrscheinlichkeit eingepreist ist.
Koreanische Privatanleger steigen aus Gold-ETFs aus
Die Dollarstärke erhöhte die Kosten für den Goldkauf, was zu Mittelabflüssen aus Gold-ETFs führte. Laut Korea Exchange verkauften Privatanleger vom 2. Juli bis 2. August netto 78,1 Milliarden Won des 'ACE KRX Gold Spot'. Auch 'TIGER KRX Gold Spot' und 'KODEX Gold Active' verzeichneten Nettoverkäufe von 43,6 Milliarden Won bzw. 14,7 Milliarden Won. Das Anlagekapital verlagerte sich hin zu Wachstumsanlagen wie KI-Halbleitern und dem SpaceX-Börsengang, was die relative Nachfrage nach Goldinvestitionen verringerte.
Goldpreise zeigen am 2. Juli Anzeichen einer Erholung
Am 2. Juli durchbrachen die internationalen Goldpreise einen zweitägigen Rückgang und stiegen intraday um 0,9 % auf rund 4.066 US-Dollar pro Unze. Die Erholung erfolgte, nachdem Fed-Chef Warsh auf dem Forum der Europäischen Zentralbank in Portugal am 1. Juli weniger hawkishe Äußerungen machte als von den Märkten erwartet, was die Sorgen über Zinserhöhungen im Jahresverlauf teilweise milderte.
UBS behält positive mittelfristige Goldaussichten bei
Marktteilnehmer identifizieren die Geldpolitik der Fed als die entscheidende Variable für die künftigen Goldpreise. Experten weisen darauf hin, dass die Faktoren, die den Goldpreis stützen, weiterhin bestehen, da die Zentralbanken weltweit als Reaktion auf geopolitische Risiken ihre Goldreserven weiter ausbauen, was möglicherweise Kaufinteresse nahe dem Niveau von 3.900 US-Dollar pro Unze weckt. Die globale Investmentbank UBS erklärte: „Die Möglichkeit einer kurzfristigen Zinserhöhung der Fed ist gering, und der Leitzins der Fed wird letztendlich sinken“, und fügte hinzu: „Wir behalten eine positive Einschätzung der Goldpreise für den mittel- bis langfristigen Zeitraum bei.“
FAQ
Was führte zu einem Rückgang der Gold-Futures um 13,4 % im Q2 2025?
Gold-Futures fielen im zweiten Quartal 2025 um 13,4 % aufgrund von Fed-Zinserhöhungserwartungen und Dollarstärke. Fed-Chef Kevin Warsh priorisierte die Inflationskontrolle angesichts steigender Ölpreise im Nahen Osten, was die Märkte dazu veranlasste, mehrere Zinserhöhungen für das Jahr einzupreisen.
Wie reagierten koreanische Privatanleger auf fallende Goldpreise?
Koreanische Privatanleger verkauften vom 2. Juli bis 2. August netto 78,1 Milliarden Won des 'ACE KRX Gold Spot'-ETF, so die Korea Exchange. Auch 'TIGER KRX Gold Spot' und 'KODEX Gold Active' verzeichneten Nettoverkäufe von 43,6 Milliarden Won bzw. 14,7 Milliarden Won, da die Anleger ihr Kapital in Wachstumsanlagen umschichteten.