Laut der Ankündigung der Federal Reserve vom Mittwoch legte der neu ernannte Fed-Vorsitzende Kevin Warsh bedeutende Reformen der Geldpolitik offen, nachdem der FOMC einstimmig beschlossen hatte, die Federal-Funds-Rate bei 3,50%–3,75% zu belassen. Am bemerkenswertesten: Warsh kündigte die Entfernung der Forward Guidance aus der geldpolitischen Erklärung der Fed an und beseitigte damit das Dot-Plot—den etablierten Mechanismus zur Kommunikation von Zinsprognosen an die Märkte. Gold-Futures fielen in dem zweistündigen Zeitraum nach seiner Pressekonferenz um 146 US-Dollar, also 3,31%.
Die politische Kehrtwende bringt mehr Unsicherheit für künftige geldpolitische Entscheidungen mit sich, da die Fed nun auf eingehende Daten reagieren wird, ohne sich auf einen vorab festgelegten Pfad festzulegen. Warsh stellte außerdem fünf neue Task Forces vor, die sich auf Kommunikation, die Bilanz, Datenbeschaffung, Produktivität-Jobs-AI-Dynamiken und den Inflationsrahmen konzentrieren. Gold fiel auch am Donnerstag weiter und schloss mit minus 48,40 US-Dollar, also 1,13%, bei 4.227,90 US-Dollar, während der US-Dollar am Mittwoch um 0,86% und am Donnerstag um 0,45% zulegte.