Das US-Justizministerium hat seine strafrechtliche Untersuchung gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, fallen lassen und damit den Weg frei gemacht, damit der Senat den neu eintreffenden Vorsitzenden der Zentralbank, Kevin Warsh, bestätigen kann. Die US-Staatsanwältin für den District of Columbia, Jeanine Pirro, kündigte am Freitag an, dass sie die Untersuchung schließen werde, die in diesem Jahr zuvor wegen Vorwürfen eingeleitet worden war, es seien falsche Angaben zur Renovierung des Hauptsitzes der Federal Reserve gemacht worden.
Warsh's pro-krypto Zeugenaussage im Senat
Der Zeitpunkt der DOJ-Entscheidung folgt auf Warshs Aussage vor dem Senatsausschuss für Banken während seiner Anhörung zur Nominierung. In dieser Anhörung skizzierte Warsh, der Dutzende von Krypto-Investitionen hält, darunter dYdX und Dapper Labs, seinen Ansatz für digitale Vermögenswerte. Auf die Frage, ob digitale Vermögenswerte in die Finanzbranche eingebunden wurden, antwortete Warsh, dass sie „bereits Teil des Gefüges unserer Finanzdienstleistungsbranche in den Vereinigten Staaten“ seien.
Politischer Weg nach vorn
Die Entscheidung des DOJ, die Untersuchung fallen zu lassen, beseitigt ein zentrales Hindernis für Warshs Bestätigung. Senator Thom Tillis, R-N.C., ein Mitglied des Senatsausschusses für Banken, dessen Stimme für die Verabschiedung von Warshs Nominierung entscheidend ist, hatte zuvor während der Anhörung gefordert, dass die Untersuchung beendet werde. Tillis sagte Warsh, er mochte ihn, könne aber nicht für seine Nominierung stimmen, solange das Verfahren nicht eingestellt worden sei.
Möglicher Schwung für Krypto-Gesetzgebung
Beobachter haben festgestellt, dass die Freigabe von Warshs Nominierung Schwung für eine breitere Krypto-Marktgesetzgebung erzeugen könnte. Ein Krypto-Gesetzentwurf steckt seit dem vergangenen Jahr im Senatsausschuss für Banken. In einem Beitrag am Freitag auf X schlug Grayscale-Chef für Forschung Zach Pandl vor, dass es nach der Bestätigung von Warsh durch den Senatsausschuss für Banken möglich sein könnte, mit der Markup-Prüfung für den Clarity Act voranzugehen. „So werden imho die Dominosteine für den CLARITY Act fallen“, sagte Pandl.