Laut dem neuesten Marktbericht von Wintermute vom 30. Juni fiel Bitcoin unter 60.000 US-Dollar und Ethereum gab parallel nach, was darauf hindeutet, dass der Kryptomarkt in die späte Bärenmarktphase eingetreten ist, obwohl der wahre Zyklusboden noch nicht erreicht sein dürfte. Der Angst-und-Gier-Index verharrt zwischen 18 und 24, rund die Hälfte des Bitcoin-Umlaufangebots liegt unter Wasser – Indikatoren, die sich historischen Bärenmarkttiefs nähern.
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt Nettoabflüsse von etwa 1,8 Milliarden US-Dollar, die Liquiditätskennzahlen bleiben unverändert. Wintermute erwartet aufgrund der historischen Saisonalität, dass der Markt im Sommer wohl keinen Boden erreicht; der wahre Tiefpunkt könnte zwischen September und Oktober liegen. Die Firma führt den kurzfristigen Druck auf die Abkühlung des globalen KI-Sektors, einen PCE-Inflationswert von 4,1 % im Mai (der die Erwartung anhaltend hoher US-Zinsen verstärkt) sowie eine Kapitalrotation weg von Large-Cap-Technologieaktien zurück.