Tornado Cash-Fall eskaliert: US-Justizministerium weist die Verteidigung von Roman Storm zurück

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Gate News Nachrichten: Laut einem aktuellen Dokument des US-Justizministeriums eskaliert der Streit in dem Strafverfahren gegen Roman Storm, den Mitbegründer von Tornado Cash, weiter. Die Staatsanwaltschaft weist die Verteidigung, die sich auf das Urteil des Obersten Gerichtshofs „Cox Communications v. Sony Music“ beruft, eindeutig zurück. Sie erklärt, dass die beiden rechtlichen Rahmenwerke völlig unterschiedlich seien und daher nicht auf die Vorwürfe wegen Krypto-Geldwäsche anwendbar.

Das Anwaltsteam von Roman Storm argumentiert, dass das Urteil betone, dass Internetdienstanbieter nicht für rechtswidriges Verhalten ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden dürften, oder zumindest als Grundlage für einen Freispruch dienen könne. Die Staatsanwaltschaft stellt jedoch klar, dass es sich bei dem betreffenden Fall um zivilrechtliche Haftungsfragen im Rahmen eines Urheberrechtsstreits handelt, während Storm vorliegend wegen strafrechtlicher Vorwürfe im Zusammenhang mit Geldwäsche, nicht nachweisbaren Überweisungen und dem Umgehen von Sanktionen steht. Damit bestehe ein grundlegender Unterschied in der rechtlichen Natur.

Das Justizministerium hebt außerdem hervor, dass Cox im Falle von Verletzungen effiziente Compliance-Maßnahmen ergriffen habe und es gelungen sei, die große Mehrheit der Verstöße zu verhindern. Storm hingegen werde vorgeworfen, nicht in der Lage gewesen zu sein, den Fluss illegaler Gelder wirksam einzuschränken; sogar in bestimmten Fällen habe man trotz Kenntnis der Risiken keine substantiellen Maßnahmen ergriffen.

Der Kern des Falls betrifft zudem den Ronin-Hack aus dem Jahr 2022. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft wurden dabei rund 449 Millionen US-Dollar gestohlene Mittel in 1751 Transaktionen über Tornado Cash abgewickelt, wobei ein erheblicher Anteil der Gelder mit illegalen Aktivitäten in Verbindung stehe, die Storm bereits bekannt gewesen seien. Die betreffenden Unterlagen geben an, dass Storm vor dem Angriff vorausgesehen habe, dass das Protokoll möglicherweise für Geldwäschezwecke genutzt werden könnte.

Aktuell sind Teile der Vorwürfe im Verfahren noch nicht abschließend entschieden. Das Gericht treibt eine erneute Verhandlung der Straftatbestände im Zusammenhang mit Geldwäsche und dem Umgehen von Sanktionen voran; erwartet wird, dass die Verhandlung im Oktober 2026 beginnt. Dieser Fortschritt gilt als wichtiger Stimmungsmesser für die Regulierung in der Krypto-Branche, insbesondere hinsichtlich der Frage, wie die rechtliche Verantwortlichkeit dezentraler Datenschutz-Tools eingeordnet wird.

Währenddessen hat Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, öffentlich seine Unterstützung für Storm zum Ausdruck gebracht und die Ansicht geäußert, dass die Entwicklung von Datenschutz-Tools an sich nicht kriminalisiert werden dürfe. Auf der anderen Seite haben jedoch ähnliche Dienste wie Samourai Wallet: Dessen Gründer hat bereits ein Schuldbekenntnis abgelegt und wurde verurteilt, was zeigt, dass die Haltung der Aufsichtsbehörden strenger wird.

Mit dem Fortschreiten des Verfahrens könnte der Fall gegen Tornado Cash weitreichende Auswirkungen auf Entwickler von Krypto-Privacy-Protokollen, auf die Compliance-Pfade im DeFi-Ökosystem sowie auf globale Regulierungsrahmenwerke haben.

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