TeraWulf meldete für Q1 2026 einen Gesamtumsatz von 34 Millionen US-Dollar, wobei das Geschäft mit Hochleistungsrechnen (HPC) erstmals das Bitcoin-Mining überholt habe, wie aus dem Ergebnisbericht des Unternehmens hervorgeht. Der Umsatz aus HPC-Leasing erreichte 21 Millionen US-Dollar und übertraf damit den Umsatz aus digitalen Assets von nur knapp 13 Millionen US-Dollar, während das Unternehmen seine langfristigen Compute-Verträge hochfährt.
Der Wechsel markiert für das Unternehmen einen bedeutenden Übergang. „Dies ist die erste Periode, in der HPC-Leasing in unseren Finanzen deutlich sichtbar wird“, sagte CEO Paul Prager im Earnings-Call. Der Meilenstein spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, da andere ehemalige reine Bitcoin-Miner ihre Ausrichtung auf KI- und Hyperscaler-Infrastruktur verlagern. Riot Platforms meldete kürzlich 33,2 Millionen US-Dollar an erstmals angefallenem Umsatzertrag aus Rechenzentren im Q1; der AMD-Deal habe dabei den Großteil dieses Segments getrieben, während das Unternehmen sich über das Bitcoin-Mining hinaus ausweitet.
Der Gesamtumsatz von TeraWulf in Q1 lag ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres mit 34,4 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen meldete einen Nettoverlust von 427,6 Millionen US-Dollar, der sich gegenüber 61,4 Millionen US-Dollar im Vorjahr ausweitete; dennoch sei nahezu die Hälfte auf nicht zahlungswirksame Neubewertungen von Warrants zurückzuführen gewesen. CFO Patrick Fleury bezeichnete das Quartal als „ein Unternehmen im Wandel“, in dem die Einnahmen zunehmend an „stabile, vertraglich gebundene“ Compute-Verträge gekoppelt seien.
Am Standort Lake Mariner in New York berichtete TeraWulf, dass 60 MW HPC-Kapazität inzwischen Einnahmen generieren, während weitere Gebäude später in diesem Jahr ans Netz gehen sollen. Das Unternehmen macht einen Teil seiner Bitcoin-Mining-Infrastruktur für HPC-Workloads wieder nutzbar, wodurch die Kosten auf nahezu 200 Millionen US-Dollar steigen. Dazu gehören 25,7 Millionen US-Dollar an Wertminderungen, die teilweise mit der Abschaltung des Mining-Betriebs zusammenhängen.
TeraWulf beendete das Quartal mit rund 3,1 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und eingeschränkten Zahlungsmitteln und bekräftigte die Pläne, jährlich zwischen 250 und 500 Megawatt neuer vertraglich zugesicherter Kapazität hinzuzufügen. Die TeraWulf-Aktien (NASDAQ: WULF) waren laut der Krypto-Equities-Preisseite von The Block am Tag um 1% auf 23 US-Dollar gefallen.
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