Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus ist um 95% zurückgegangen! Gold und Bitcoin fallen zurück, sechs Länder aus Europa und Japan geben eine gemeinsame Erklärung ab

Hommz-Straße Schifffahrtsverkehr sinkt um 95%

Seit die USA gemeinsam mit Israel gegen den Iran militärisch vorgehen, ist die tägliche Schifffahrtsmenge durch die Hommz-Straße, die den Persischen Golf mit den globalen Märkten verbindet, um etwa 95 % eingebrochen, was eine Kettenreaktion auf die weltweiten Energie- und Kapitalmärkte ausgelöst hat. Gold ist seit sieben Tagen im Abwärtstrend, auch Bitcoin fällt parallel. Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande sowie Japan veröffentlichten umgehend eine gemeinsame Erklärung, in der sie die notwendigen Maßnahmen zusichern, um die sichere Passage der Schiffe durch die Hommz-Straße zu gewährleisten, um weitere Energiepreis-Schocks abzumildern.

Hommz-Straßen-Krise: Marktreaktionen auf Blockade der Schifffahrtswege

Die Hommz-Straße ist die wichtigste Transportroute für Öl und Erdgas weltweit, mit etwa 20 % des globalen Seerohrölverkehrs täglich. Zudem ist sie der einzige Meereszugang für mehrere große LNG-Produzenten im Nahen Osten. Die Reduktion um 95 % ist kein kurzfristiges Schwankungsereignis, sondern eine substanzielle Unterbrechung der globalen Energieversorgungskette.

Die Blockade wichtiger Schifffahrtswege hat vielfältige Marktreaktionen ausgelöst – Investoren verkaufen Edelmetalle, um Liquidität zu sichern, während sie gleichzeitig nach Anlageinstrumenten suchen, die direkt von steigenden Energiepreisen profitieren. Gold, das traditionell als sicherer Hafen gilt, konnte die Kursverluste nicht abwenden und wurde aufgrund des Liquiditätsbedarfs verkauft, was die nichtlinearen Verhaltensmuster der Märkte unter extremen geopolitischen Schocks verdeutlicht.

Dennoch fiel Gold nicht durchgehend. Nach einem Bruch unter 4.600 USD zeigte der Spotpreis eine technische Trendwende und schloss am Donnerstag bei 4.680,99 USD, mit einem Tagesanstieg von 0,70 %, was auf eine Unterstützung bei bestimmten Kursniveaus hindeutet.

Vergleich der Marktperformance von Gold, Silber und Bitcoin

Während der Hommz-Straßen-Krise zeigten die drei wichtigsten Anlageklassen unterschiedliche Bewegungen. Hier ein Vergleich des aktuellen Marktstatus:

Gold: Sieben Tage im Abwärtstrend, mit einem maximalen Tagesverlust von 6 %. Nach dem Durchbruch unter 4.600 USD erholte sich der Kurs auf etwa 4.680 USD und befindet sich damit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Februar.

Silber: Verluste von über 13 %, getrieben durch Erwartungen einer nachlassenden industriellen Nachfrage sowie Liquiditätsabflüsse.

Bitcoin: Vor der Eskalation im Nahen Osten stieg Bitcoin zeitweise über 75.000 USD, fiel dann aber auf etwa 69.000 USD zurück. Seit dem Ausbruch der iranischen Konflikte hat Bitcoin insgesamt eine bessere Performance gezeigt als Gold.

Bryan Tan, Händler bei Krypto-Marktführer Wintermute, weist darauf hin, dass Bitcoin zwar eine stärkere Widerstandsfähigkeit gegenüber Gold zeigt, jedoch bei Kursen über 75.000 USD die Aufwärtsdynamik fehlt. Das bedeutet, dass Investoren bei starken Nachrichtenvolatilitäten vorsichtig sein sollten und bei Kursrückgängen ausreichend Kapital für Käufe bereithalten sollten, um nicht blind zu investieren.

Gemeinsame Erklärung der sechs Länder und langfristige Energieperspektiven

Angesichts der Blockade der Hommz-Straße beschleunigt sich die diplomatische Reaktion der internationalen Gemeinschaft. Die gemeinsame Erklärung der sechs Länder – Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und Japan – bekräftigt, dass die Sicherung der freien Passage durch die Hommz-Straße für die westlichen Verbündeten und wichtigsten Energieimporteure Priorität hat. Die Erklärung enthält jedoch keine konkreten militärischen oder nicht-militärischen Maßnahmen.

Auf der Produktionsseite bestätigte QatarEnergy, dass die Anlage in Ras Laffan, dem weltweit größten LNG-Komplex mit einem Anteil von 20 % an der globalen LNG-Versorgung, bei einem Raketenangriff schwer beschädigt wurde. Die Wiederherstellung wird voraussichtlich drei bis fünf Jahre dauern, was die ohnehin angespannte globale Energieversorgung weiter verschärft.

James Meadway, Co-Direktor des Verdant Economic Policy Think Tanks, warnt in einem Medieninterview, dass die aktuelle Energiekrise kein vorübergehendes Ereignis sei, sondern eine „ernsthafte Zerstörung“ der Öl- und Gasproduktion darstelle. Er betont, dass die Situation zu einer langfristigen, deutlichen Erhöhung der Energiepreise führen werde.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet die Reduktion des Schifffahrtsverkehrs durch die Hommz-Straße um 95 %?
Die Hommz-Straße ist die wichtigste Meeresroute für den globalen Energiehandel. Fast der gesamte Öl- und Flüssiggasexport Saudi-Arabiens, Iraks, Kuwaits, der Vereinigten Arabischen Emirate und Irans erfolgt über diese Route. Eine Reduktion um 95 % bedeutet, dass die wichtigsten Versorgungswege für den globalen Seerohrölverkehr nahezu stillstehen. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Energiemärkte, vergleichbar mit einem kurzfristigen erheblichen Versorgungsdefizit, was die jüngsten starken Schwankungen bei Öl- und Gaspreisen erklärt.

Warum fällt Gold in der geopolitischen Krise statt zu steigen?
Gold gilt traditionell als sicherer Hafen, der bei Unsicherheiten im Allgemeinen steigt. Unter extremen geopolitischen Schocks kann es jedoch zu einem „Liquiditätskrise“-Effekt kommen: Investoren verkaufen Gold, um dringend benötigte Liquidität zu generieren, etwa zur Deckung von Margin Calls oder anderen Notfällen. Dieses Phänomen trat bereits während der Finanzkrise 2008 und zu Beginn der COVID-19-Pandemie auf. Die aktuelle siebenfache Abwärtsbewegung bei Gold spiegelt teilweise genau dieses „Liquiditätspriorität vor Sicherheit“ wider.

Bestätigt die Performance von Bitcoin in dieser Krise seine Rolle als „digitale Gold“?
Bryan Tan von Wintermute erklärt, dass Bitcoin nach dem Ausbruch des Iran-Konflikts tatsächlich besser abschnitt als Gold. Allerdings fehlt es bei Kursen um 75.000 USD an weiterführender Kaufdynamik, was zeigt, dass institutionelle Akteure noch nicht aktiv in „Kriegszeiten“ in Bitcoin investieren. Die relative Stärke von Bitcoin spiegelt eher seine Liquiditätseigenschaften und die Struktur der Bestände wider, nicht aber eine allgemein anerkannte Marktmeinung, dass Bitcoin während Kriegen die erste Wahl als sicherer Hafen ist.

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