Stablecoin-Compliance-Regeln schreiten unter dem GENIUS-Gesetz voran

  • Stablecoin-Compliance-Vorgaben würden bankähnliche Programme zur Identifizierung von Kunden erfordern.

  • Bundesbehörden schlagen gemeinsam vor, Emittenten nach Standards des Bank Secrecy Act zu behandeln.

  • Die stärkere Einbindung von Institutionen in Stablecoin-Märkte wird durch regulatorische Klarheit unterstützt.

Stablecoin-Compliance-Vorgaben rückten nach einem gemeinsamen US-Regulierungsvorschlag näher an die Umsetzung. Bundesbehörden schlugen Anforderungen zur Identifizierung von Kunden für Emittenten im Rahmen des GENIUS Act vor.

Bundesbehörden veröffentlichen gemeinsamen Stablecoin-Vorschlag

Die Federal Reserve schloss sich mehreren Behörden bei der Veröffentlichung des Vorschlags an. FinCEN, OCC, FDIC und NCUA beteiligten sich an der Regelungsarbeit. Der Vorschlag wurde am Donnerstag über eine koordinierte Veröffentlichung angekündigt.

Laut Informationen, die BSCN auf X teilte, würden Emittenten neuen Anforderungen unterliegen. Der Vorschlag verlangt Programme zur Identifizierung von Kunden ähnlich den Standards im Bankwesen. Regulierer würden Emittenten als Finanzinstitute nach bestehenden Gesetzen einstufen.

Die Fed hat damit begonnen, das Regelwerk für Stablecoins zu schreiben

Der @federalreserve hat zusammen mit FinCEN, OCC, FDIC und NCUA am Donnerstag einen gemeinsamen Vorschlag herausgegeben, der Stablecoin-Emittenten verpflichtet, bankähnliche Programme zur Identifizierung von Kunden aufzubauen. Es ist die erste große GENIUS-Act-Regelsetzung,… pic.twitter.com/35K0qfnH5R

— BSCN (@BSCNews) 21. Juni 2026

Der Rahmen stellt die erste große Regelsetzung im Rahmen des GENIUS Act dar. Er legt Anforderungen des Bank Secrecy Act auf qualifizierende Emittenten an. Die Kundenverifizierung würde zu einer zentralen Compliance-Verpflichtung.

Bundesbehörden erklärten, der Vorschlag erstrecke sich über etwa 130 Seiten. Das Dokument beschreibt operative Standards für regulierte Einrichtungen. Die Veröffentlichung im Federal Register ist für den 22. Juni geplant.

Kundenidentifizierung wird zur zentralen Anforderung

Der vorgeschlagene Rahmen konzentriert sich auf Verfahren zur Identifizierung von Kunden. Emittenten müssten Systeme bereitstellen, um Kundendaten zu verifizieren. Diese Programme entsprechen Standards, die bereits in Bankinstituten verwendet werden.

Regulierer streben mehr Konsistenz über digitale-Dollar-Produkte hinweg an. Verfahren zur Kundenaufnahme müssten dokumentierte Verifizierungsprozesse erfordern. Auch Standards zur Aufzeichnung würden strukturierter werden.

Anti-Geldwäsche-Kontrollen bleiben ein zentrales Element des Vorschlags. Die Behörden weiten weiterhin die Aufsicht über Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte aus. Der neueste Rahmen erstreckt diese Erwartungen auf Stablecoin-Emittenten.

BSCN berichtete, dass der Vorschlag Unterstützung von fünf Gouverneuren erhalten hat. Die Abstimmung brachte den Regelsetzungsprozess voran hin zu einer öffentlichen Prüfung. Der Vorschlag geht nun in die nächste regulatorische Phase.

Die Branche steht vor einem neuen regulatorischen Rahmen

Der Vorschlag könnte die operativen Erwartungen in der gesamten Branche neu gestalten. Emittenten würden voraussichtlich Compliance- und Überwachungsfähigkeiten ausbauen. Interne Kontrollen könnten für Lizenzierungszwecke zunehmend wichtig werden.

Größere Emittenten unterhalten bereits umfangreiche Compliance-Programme. Diese bestehenden Systeme könnten die Anpassung an neue Anforderungen unterstützen. Kleinere Akteure könnten zusätzlichen administrativen Verpflichtungen gegenüberstehen.

Der Rahmen verringert außerdem Unterschiede zwischen Bank- und Stablecoin-Operationen. Regulierer integrieren weiterhin Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte in etablierte Standards. Dieser Ansatz schafft klarere Aufsichtserwartungen für Marktteilnehmer.

Fed-Vorsitzender Kevin Warsh stimmte nicht ab. Der Vorschlag wurde jedoch mit breiter Beteiligung der Behörden vorangebracht. Öffentliche Rückmeldungen können die endgültigen Anforderungen beeinflussen, bevor sie umgesetzt werden.

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