Die Bank of England veröffentlichte ihre finalen Policy- und Entwurfsregeln für systemische Stablecoins. Dabei strich sie individuelle Obergrenzen für den Besitz und führte eine maximale Gesamt-Emission von 40 Milliarden £ ein. Der Regulator lockerte außerdem die Anforderungen an Reservewerte: Künftig sind bis zu 70% in kurzfristigen UK-Staatsanleihen zulässig. Zudem sagte er, die Regeln bis Ende 2026 finalisieren zu wollen. Der Policy-Wechsel folgt auf Kritik aus der Branche an den im November 2025 vorgeschlagenen Besitzobergrenzen. Diese Warnungen hatten darauf hingewiesen, dass strikte Limits die Nutzung in realen Anwendungsfällen behindern würden. Sarah Breeden, Deputy Governor for Financial Stability, bezeichnete die Entscheidung als bedeutenden Meilenstein zur Unterstützung von Wahlmöglichkeiten und Innovation im britischen Zahlungsverkehr. Der aktualisierte Rahmen stellt den gemeinsamen Versuch der Bank of England und der Financial Conduct Authority dar, ein breiteres Stablecoin-Regime zu entwickeln – mit einem gesteuerten Übergang für Unternehmen, die von nicht-systemischem auf systemisches Status umsteigen.
In ihrer Konsultation im November 2025 schlug die Bank of England Besitzobergrenzen von 20.000 £ für Einzelpersonen und 10 Millionen £ für Unternehmen vor, die systemische Stablecoins nutzen. Diese Grenzen wurden nun entfernt. Branchenverbände hatten den Vorschlag stark kritisiert und gewarnt, dass strikte Besitzobergrenzen viele reale Anwendungsfälle schwierig oder unmöglich machen würden.
Stattdessen führte der Regulator eine temporäre Obergrenze für die gesamte Emissionsmenge jedes systemischen Stablecoins ein. Zum Start wird diese Obergrenze pro Emittent auf 40 Milliarden £ festgelegt. Die Bank of England sagte, dieser Ansatz solle ein ähnliches Ergebnis im Risikomanagement erzielen, aber kostengünstiger und leichter umzusetzen sein. Er ermögliche es außerdem, dass Einzelpersonen und Unternehmen Stablecoins nutzen können, ohne direkten Besitzbeschränkungen zu unterliegen.
Die Emissionsobergrenze wird auf Emittentenebene verwaltet – statt dass jede Nutzerbilanz nachverfolgt wird. Das macht die Regel leichter durchsetzbar, insbesondere über verteilte oder dezentrale Netzwerke hinweg. Die Bank of England sagte, sie werde die Grenze regelmäßig überprüfen und entfernen, sobald Risiken für die Kreditversorgung in der breiteren Volkswirtschaft ausreichend adressiert seien.
Die Bank of England sagte, die 40-Milliarden-£-Grenze solle es systemischen Stablecoin-Emittenten ermöglichen, in einem tragfähigen Maßstab zu operieren und tägliche Transaktionsvolumina zu unterstützen, die mit anderen wichtigen britischen Zahlungssystemen vergleichbar seien. Zum Vergleich verwies der Regulator auf durchschnittliche Tagesvolumina in Faster Payments und bei Kartenschemes – diese lägen bei rund 1,4 Milliarden bis 2,2 Milliarden £.
Das vorgeschlagene Cap entspreche außerdem ungefähr 10% des durchschnittlichen täglichen Werts, der über CHAPS verarbeitet wird. Laut Bank of England sollte dieses Niveau es ermöglichen, dass systemische Stablecoins für die Cash-Komponente von Abwicklungen in der Digital Securities Sandbox verwendet werden können, ohne unnötige Einschränkungen zu erzeugen.
Der Regulator betonte, dass das Emissions-Cap vorübergehend gedacht sei. Man erwarte, dass die Grenze gelockert und schließlich entfernt werde, sobald der reale Effekt von Stablecoins auf die Wirtschaft klarer werde – einschließlich der Frage, wie Banken ihre Finanzierungsmodelle als Reaktion darauf anpassen.
Die Bank of England lockerte außerdem einen Teil des vorgeschlagenen Reserve-Rahmens. Systemische Stablecoin-Emittenten dürfen nun bis zu 70% der Deckungswerte in kurzfristigen UK-Staatsanleihen halten – gegenüber den zuvor vorgeschlagenen 60%. Der verbleibende Anteil muss als zinsfreie Einlagen bei der Zentralbank gehalten werden.
Frühere Vorschläge hatten Bedenken aufgeworfen, dass das UK-Regime im Vergleich zu den USA und der EU weniger attraktiv sein könnte, da ein erheblicher Teil der Reserven keine Einnahmen erzeugen würde. Der aktualisierte Rahmen reduziert diese Belastung, dennoch müssen Emittenten weiterhin einen Teil ihrer Reserven in unverzinslichen Zentralbankeinlagen halten.
Die Bank of England und die Financial Conduct Authority entwickeln gemeinsam ein breiteres Stablecoin-Regime – einschließlich eines gesteuerten Übergangs für Unternehmen, die von nicht-systemischem auf systemisches Status wechseln. Weitere Details sollen zusammen mit den finalen Regeln der FCA veröffentlicht werden.
Was hat die Bank of England in ihrer Stablecoin-Policy geändert?
Die Bank of England strich individuelle Besitzlimits von 20.000 £ für Einzelpersonen und 10 Millionen £ für Unternehmen und ersetzte sie durch ein Emissions-Cap von 40 Milliarden £ für jeden systemischen Stablecoin-Emittenten. Der Regulator lockerte außerdem die Reserveanforderungen: Dadurch sind bis zu 70% in kurzfristigen UK-Staatsanleihen zulässig – gegenüber 60%.
Warum hat die Bank of England das Emissions-Cap auf 40 Milliarden £ festgelegt?
Die Bank of England sagte, das 40-Milliarden-£-Limit solle es systemischen Stablecoin-Emittenten ermöglichen, in einem tragfähigen Maßstab zu operieren und tägliche Transaktionsvolumina zu unterstützen, die mit anderen wichtigen britischen Zahlungssystemen vergleichbar seien. Das Cap entspreche ungefähr 10% des durchschnittlichen täglichen Werts, der über CHAPS verarbeitet wird, und decke sich mit den durchschnittlichen Tagesvolumina in Faster Payments und bei Kartenschemes – diese liegen bei rund 1,4 Milliarden bis 2,2 Milliarden £.
Wann wird die Bank of England die Stablecoin-Regeln finalisieren?
Die Bank of England sagte, sie beabsichtige, die Regeln bis Ende 2026 zu finalisieren. Das Emissions-Cap ist temporär und wird regelmäßig überprüft; es gibt Pläne, die Grenze zu lockern und schließlich zu entfernen, sobald der reale Effekt von Stablecoins auf die Wirtschaft klarer wird.
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