Der CEO von Ripple, Brad Garlinghouse, erklärte auf dem XRP Las Vegas 2026, dass das Unternehmen keine Priorität auf einen Börsengang (IPO) lege. Als Begründung nannte er die enttäuschende Entwicklung von Krypto-Firmen nach ihrem Börsengang, darunter BitGo, Gemini und Kraken. „Wir haben aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht priorisiert, an die Börse zu gehen“, sagte Garlinghouse. „Das ist nicht gut gelaufen – wir haben einfach keine Eile, diesen Weg einzuschlagen.“
Trotz der öffentlichen Haltung des CEO hätten interne Gespräche über eine mögliche Notierung laut David Schwartz, dem ehemaligen Ripple-CTO, weiter angehalten. Schwartz merkte an, dass sich diese Gespräche beschleunigten, nachdem es nach Donal Trump Rückkehr ins Amt im Jahr 2024 zu einem politischen Umschwung gekommen war. Das deutet darauf hin, dass Ripple sich Optionen offenhält, statt einen öffentlichen Listing-Beschluss endgültig abzulehnen.
Anfang 2026 hatte Ripple selbst Spekulationen über einen IPO heruntergespielt und betont, dass Compliance, der Ausbau der Infrastruktur und eine stärkere institutionelle Adaption von XRP wichtiger seien als eine Notierung auf dem öffentlichen Markt.
Die IPO-Spekulationen rund um Ripple verstärkten sich Mitte 2025, nachdem der Anwalt John Deaton vorgeschlagen hatte, das Unternehmen könne eine Bewertung in der Nähe von 100 Milliarden US-Dollar rechtfertigen. Etwa zur gleichen Zeit beschleunigte sich die finanzielle Aktivität rund um XRP: Die XRP-Futures an der Chicago Mercantile Exchange erreichten ein Nominalvolumen von 500 Millionen US-Dollar.