HyperVerse-Krypto-Schema: 1,89 Milliarden US-Dollar Ponzi-Betrug mit erfundenem CEO

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HyperVerse-Krypto-Betrug: 1,89 Mrd. US-Dollar Ponzi-Fraud mit erfundener CEO-Figur

Die U.S. Securities and Exchange Commission und eine Grand Jury sollen laut SEC-Eingaben vorgeworfen haben, dass HyperVerse ein betrügerisches Krypto-Investment-Programm im Wert von 1,89 Milliarden US-Dollar gewesen sei, das alte Anleger mit neuen Einzahlungen ausgezahlt habe. Die Plattform, die unter mehreren Namen lief, darunter HyperFund, HyperTech, HyperOne und HyperNation, habe Anleger weltweit angezogen, bevor sie zusammenbrach und die Teilnehmer ohne Zugriff auf ihre Gelder zurückließ. Aufsichtsbehörden in mehreren Ländern gaben Warnungen heraus oder leiteten Maßnahmen gegen das betrügerische Modell ein, das ungefähr von 2018 bis Mitte 2023 aktiv gewesen sei.

Was war HyperVerse?

HyperVerse war eine Krypto-Investmentplattform, die Anlegern tägliche Renditen von 0,5 Prozent bis 1 Prozent versprach und damit Investitionen effektiv verdoppelte oder verdreifachte. Die Plattform vermarktete sich als dezentrale Plattform für Handel, Gaming und Socializing.

Investoren, die als „Voyagers“ bezeichnet wurden, wurden dazu ermutigt, Mitgliedschaftspakete zu kaufen und neue Teilnehmer anzuwerben. Laut CEL Solicitors war HyperVerse sowohl ein Schneeballsystem (Pyramid Scheme) als auch ein Ponzi-Schema. Mitglieder, die andere rekrutierten, erhielten einen Anteil an Referral-Gewinnen, während die Renditen bestehender Mitglieder durch Einzahlungen neuer Teilnehmer finanziert wurden. Die SEC erklärte, die Plattform habe „keine ersichtliche legitime Einnahmequelle“ und dass „Auszahlungen der Anleger mit Einzahlungen neuer Anleger bezahlt wurden“.

Ausmaß der finanziellen Verluste

Der finanzielle Schaden durch HyperVerse war enorm. CoinDesk berichtete, dass die SEC und eine Grand Jury vorgeworfen hätten, HyperVerse sei ein fast 1,89 Milliarden US-Dollar schweres betrügerisches Investment-Programm gewesen. Das Blockchain-Analytics-Unternehmen Chainalysis schätzte, dass Opfer insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar durch den Betrug verloren hätten.

Die Reichweite des Schemas erstreckte sich global, mit besonderer Auswirkung auf Entwicklungsländer in Asien, Afrika und dem Pazifik. In Nepal sollen Personen, die Bankkredite aufnahmen, um zu investieren, schwere finanzielle und emotionale Belastungen erlebt haben, als sie ihre Gelder nicht abheben konnten. In Australien verloren Tausende von Anlegern Millionen US-Dollar durch das Schema.

Die erfundene CEO-Figur

Im Januar 2024 deckte Guardian Australia auf, dass der Mann, der bei der Launch-Veranstaltung von HyperVerse als CEO Steven Reece Lewis auftrat, eine erfundene Identität gewesen sei. Die SEC-Beschwerde erklärte, „HyperFund habe sogar einen Schauspieler engagiert, um so zu tun, als wäre der neue CEO, als HyperVerse gestartet wurde.“

Werbematerialien behaupteten, Lewis habe Abschlüsse von Cambridge und Leeds und habe Erfahrung bei Goldman Sachs. Umfassende Recherchen hätten keine Aufzeichnungen über seine Existenz gefunden. Die Universitäten hätten ihn in ihren Datenbanken nicht nachweisen können, und keine Unternehmensmeldungen hätten seine angebliche Berufshistorie belegt. Dennoch wurden Promi-Befürwortungen von Personen wie Steve Wozniak und Chuck Norris eingesetzt, um dem Schema Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Regulatorische und rechtliche Maßnahmen

Mehrere Finanzregulierer gaben Warnungen zu HyperVerse heraus. Die ungarische Zentralbank warnte im August 2022, das Projekt sei ein „vermutetes Schneeballsystem“ mit „keiner realen wirtschaftlichen Aktivität“. Regulierer in Kanada, Deutschland, Neuseeland und dem Vereinigten Königreich schlugen ebenfalls Alarm.

Im Januar 2024 erhob der U.S. Internal Revenue Service Anklage gegen Rodney Burton, bekannt als „Bitcoin Rodney“, weil er angeblich das Schema beworben und Anleger um mehr als 7 Millionen US-Dollar betrogen habe. Die SEC reichte außerdem eine Klage gegen Sam Lee ein, einen australischen Gründer mit Wohnsitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie gegen Brenda Chunga, eine Promoterin aus Maryland. Chunga stimmte einem Vergleich zu und bekannte sich später schuldig wegen Verschwörung zur Begehung von Wertpapier- und Wire-Fraud.

Lee und sein Geschäftspartner Ryan Xu waren außerdem Gründer der zusammengebrochenen australischen Bitcoin-Firma Blockchain Global, die Gläubigern über 50 Millionen US-Dollar schuldet.

Warnsignale, die Krypto-Anleger erkennen sollten

Der Fall HyperVerse bietet klare Lehren für Krypto-Investoren. Versprechen täglicher Renditen von 0,5 Prozent bis 1 Prozent, was 180 Prozent bis 365 Prozent jährlich entspricht, sind unrealistisch und ein typisches Merkmal von Ponzi-Schemata. Recruitment-basierte Belohnungsstrukturen, bei denen bestehende Mitglieder aus den Einzahlungen neuer Mitglieder verdienen, sind charakteristisch für Schneeballsysteme.

Der Einsatz erfundener Führungspersonen, nicht verifizierbarer Qualifikationen und Promi-Befürwortungen sollte sofortige Warnsignale auslösen. Die Analyse von BrokerChooser merkt an, dass HyperVerse von keiner erstklassigen Aufsichtsbehörde reguliert werde. Die grundlegende Regel bleibt: Wenn versprochene Renditen zu gut klingen, um wahr zu sein, sind sie sehr wahrscheinlich genau das. Anleger sollten prüfen, ob Plattformen bei anerkannten Finanzregulierern registriert sind, bevor sie Gelder bereitstellen.

Laufende Risiken und regulatorische Lücken

Trotz der Anklagen soll Sam Lee kurz nachdem die Vorwürfe eingereicht wurden, ein neues Investment-Programm namens VEND vorgestellt haben. Das unterstreicht die anhaltende Natur solcher Geschäfte. Der Fall HyperVerse hat die Aufmerksamkeit der Regulierer verstärkt, insbesondere der Australian Securities and Investments Commission (ASIC), die keine Verbraucherwarnungen herausgab, obwohl ihre Pendants in anderen Ländern dies taten.

Für die Krypto-Branche bekräftigen Fälle wie HyperVerse die Notwendigkeit einer Art regulatorischem Rahmen, der derzeit im US-Kongress diskutiert wird. Klare Regeln, Lizenzanforderungen und Durchsetzungskapazitäten sind entscheidend, um Anleger vor Modellen zu schützen, die die Komplexität und Neuartigkeit digitaler Vermögenswerte ausnutzen.

Häufig gestellte Fragen

Ist HyperVerse eine legitime Investition? Nein, die SEC und mehrere internationale Regulierer haben es als betrügerisches Ponzi- und Schneeballsystem identifiziert.

Wie viel Geld hat HyperVerse von Anlegern eingesammelt? Die SEC behauptet, das Schema habe weltweit bis zu 1,89 Milliarden US-Dollar von Anlegern eingesammelt, bevor es zusammenbrach, wobei Chainalysis die Verluste der Opfer auf 1,3 Milliarden US-Dollar schätzte.

Wer hat HyperVerse gegründet? Sam Lee und Ryan Xu, australische Blockchain-Unternehmer, die ebenfalls die zusammengebrochene Firma Blockchain Global gründeten, haben das Schema erstellt.

War der CEO von HyperVerse echt? Nein, die Person, die als CEO Steven Reece Lewis vorgestellt wurde, sei erfunden gewesen und von einem Schauspieler verkörpert worden, so SEC-Unterlagen und die Untersuchung von Guardian Australia im Januar 2024.

Was soll ich tun, wenn ich in HyperVerse investiert habe? Wenden Sie sich an einen juristischen Fachmann, der auf die Rückgewinnung bei Krypto-Betrug spezialisiert ist, und melden Sie den Verlust bei den zuständigen Behörden.

Wie kann ich Krypto-Betrügereien erkennen? Achten Sie auf unrealistische Renditeversprechen (z. B. 0,5–1 Prozent tägliche Renditen), recruitment-basierte Belohnungen, nicht verifizierbare Führungspersonen und das Fehlen einer behördlichen Registrierung bei anerkannten Finanzbehörden.

Gibt es ähnliche Betrügereien, die noch laufen? Ja, manche Betreiber starten neue Schemen, nachdem frühere zusammengebrochen sind; prüfen Sie Plattformen stets über unabhängige Datenbanken von Regulierern.

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RenataMoreiravip
· 6Std her
são muito por aí vai acabo com as pessoas
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GateUser-88012d43vip
· 6Std her
LFG 🔥
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