Die Umfrage 2026 zu den Goldreserven bei Zentralbanken des World Gold Council, die am Dienstag veröffentlicht wurde, ergab, dass ein Rekord von 45% der Zentralbanken erwarten, ihre Goldbestände in den nächsten 12 Monaten zu erhöhen – gegenüber 43% im Jahr 2025. Die Umfrage zeigte, dass 89% der Verantwortlichen für die Reserven erwarten, dass die globalen Goldbestände der Zentralbanken im kommenden Jahr steigen werden. Zentralbanken reagieren damit auf anhaltende Diversifizierungsbedürfnisse, wirtschaftliche Unsicherheit sowie auf Meilenstein-Entwicklungen bei Gold: Nachdem es kürzlich US-Treasuries übertroffen hat, ist es nun das weltweit größte Reserve-Asset. Shaokai Fan, Global Head of Central Banks beim World Gold Council, sagte gegenüber Kitco News, dass das Vertrauen des offiziellen Sektors in Gold weiterhin außergewöhnlich stark sei. Die Umfrage erhielt 76 Antworten – der höchste Wert, der je verzeichnet wurde –, was die wachsende Bedeutung von Gold in den Diskussionen zum Reservemanagement widerspiegelt.
Das World Gold Council wies darauf hin, dass Gold kürzlich US-Treasuries überholt hat und damit zum größten Reserve-Asset der Welt geworden ist. Die Umfrage ergab, dass 84% der Befragten erwarten, dass Gold in fünf Jahren einen größeren Anteil an den globalen Reserven darstellen wird, während 74% erwarten, dass der Anteil des US-Dollars an den Reserven im gleichen Zeitraum sinken wird.
„Zentralbanken stehen Gold immer noch sehr positiv gegenüber. Tatsächlich: positiver als je zuvor“, sagte Fan in einem Interview mit Kitco News. Er verwies darauf, dass der Anteil der Befragten, die planen, ihre Goldreserven zu erhöhen, in diesem Jahr auf einen Rekordwert von 45% gestiegen ist – trotz anhaltender geopolitischer Turbulenzen.
Die Umfrage deutet darauf hin, dass Zentralbanker Gold zunehmend als strategisches geldpolitisches Asset betrachten – nicht als passive Altbestände. Zentralbanken haben in den letzten vier Jahren im Durchschnitt 1.000 Tonnen Gold pro Jahr gekauft; das ist doppelt so schnell wie im vorigen Jahrzehnt.
Fan sagte, eine der bemerkenswertesten Entwicklungen sei, dass das Interesse an Gold sich auf eine breitere Gruppe von Zentralbanken ausweitet. „Wir sehen, dass neue Zentralbanken erst beginnen, in Erscheinung zu treten“, sagte er und nannte Länder wie Indonesien, Malaysia, Guatemala und El Salvador, die in den Markt eingestiegen sind oder nach Jahren der Inaktivität wieder Käufe aufgenommen haben. „Die Basis, auf der Zentralbanken kaufen, ist dabei, sich zu erweitern.“
Während Zentralbanken aus Schwellenländern weiterhin die dominierenden Käufer bleiben, zeigte die Umfrage, dass auch 18% der Zentralbanken aus fortgeschrittenen Volkswirtschaften erwarten, ihre Goldbestände im kommenden Jahr zu erhöhen.
Fan sagte, dass Zentralbanken Gold inzwischen zunehmend intern diskutieren, während Reservemanager bewerten, wie sich ihre Portfolios am besten diversifizieren lassen – angesichts wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit. „Die Anzahl der Gespräche, die wir in den vergangenen ein oder zwei Jahren geführt haben, hat sich definitiv erhöht“, sagte er. „Mehr Zentralbanken kommen auf uns zu, neue Zentralbanken kommen auf uns zu.“
Die Umfrage ergab, dass Diversifizierung der wichtigste Grund für den Kauf von Gold bleibt, gefolgt vom Bedarf nach einer stärkeren Absicherung gegen wirtschaftliche Risiken und Bedenken im Zusammenhang mit Reserven-Währungsökonomien. 31 der 34 Zentralbanken, die planen, ihre Goldreserven zu erhöhen, nannten Diversifizierung als zentrale Motivation.
Ein Rekord von 90% der Befragten nannte die Performance von Gold in Krisenzeiten als wichtigen Grund für das Halten des Metalls, während 84% auf seine Rolle als langfristiger Wertspeicher und Inflationsschutz verwiesen und 83% seine Diversifizierungs-Vorteile hervorhoben.
Fan sagte, diese Antworten seien besonders auffällig, weil sie inmitten des jüngsten Konflikts im Nahen Osten zustande gekommen seien. „Der relevanteste Faktor in diesem Jahr war die Performance von Gold in Krisenzeiten“, sagte er. „Wenn überhaupt, ist sie sogar noch relevanter als zuvor.“
Er fügte hinzu, dass jüngste geopolitische Spannungen die langfristige Bewertung des Metalls durch Zentralbanken nicht verändert hätten. „Zentralbanken bewerten mehr denn je die Performance von Gold in Krisenzeiten, die Rolle von Gold als langfristiger Wertspeicher, Gold als Diversifizierer im Portfolio, und die Fähigkeit von Gold, eine geopolitische Absicherung zu sein“, sagte Fan.
Fan sagte, die wachsende Rücklaufquote sei an sich ein Beleg dafür, dass Gold im offiziellen Sektor zunehmend an Bedeutung gewinnt. „Allein diese Tatsache zeigt, dass Gold viel relevanter ist – viel mehr im Vordergrund als Thema unter Zentralbanken“, sagte er.
Welcher Prozentsatz der Zentralbanken plant laut WGC-Umfrage, Goldreserven zu erhöhen?
Die Central Bank Gold Reserves Survey 2026 des World Gold Council ergab, dass ein Rekord von 45% der Zentralbanken erwarten, ihre Goldbestände in den nächsten 12 Monaten zu erhöhen – gegenüber 43% im Jahr 2025.
Warum erhöhen Zentralbanken ihre Goldbestände?
31 der 34 Zentralbanken, die planen, ihre Goldreserven zu erhöhen, nannten Diversifizierung als zentrale Motivation. Ein Rekord von 90% der Umfrageteilnehmer nannte die Performance von Gold in Krisenzeiten als wichtigen Grund für das Halten des Metalls, während 84% auf seine Rolle als langfristiger Wertspeicher und Inflationsschutz verwiesen und 83% seine Diversifizierungs-Vorteile hervorhoben.
Wie viel Gold haben Zentralbanken in den letzten Jahren jährlich gekauft?
Zentralbanken haben in den letzten vier Jahren im Durchschnitt 1.000 Tonnen Gold pro Jahr gekauft; das ist doppelt so schnell wie im vorigen Jahrzehnt.
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