Laut Qualcomms Investorentag in der letzten Woche schwenkt das Unternehmen weg vom Wettbewerb mit Nvidia beim KI-Modelltraining und zielt stattdessen auf den breiteren KI-Inferenzmarkt ab, der auf Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Da Unternehmen immer mehr KI-Agenten einsetzen – Software, die komplexe Aufgaben über KI-Modelle ausführt – werden Inferenz-Workloads zur größeren Rechenlast. Eine im April 2026 von Google, Microsoft und führenden Universitäten vorgestellte Forschung zeigt, dass KI-Agenten für Softwareentwicklungsaufgaben etwa 1.000 Mal mehr Inferenz-Rechenleistung benötigen als Menschen.
Qualcomm beschleunigt diesen Wandel durch strategische Übernahmen. Das Unternehmen schloss den Kauf von Alphawave Semi im Dezember 2025 ab und kündigte kürzlich Deals für Modular an, um KI-Inferenz- und Softwaretechnologien zu sichern. Diese Schritte ergänzen die frühere Nuvia-Übernahme und ermöglichen es Qualcomm, eine komplette KI-Rechenzentrumsplattform aufzubauen, die Hochgeschwindigkeits-Inferenzchips, CPUs, Verbindungstechnologie und Software umfasst – und positioniert sich damit als Herausforderer von Nvidias Dominanz. Die Produkteinführungen beginnen im Geschäftsjahr 2027, wobei Microsoft möglicherweise zu den frühen Kunden gehört.