Eric Schmidt, ehemaliger Google-CEO und AI-Wettbewerbsforscher, erklärte im Mai, dass die US-Chipexportkontrollen gegen China zu scheitern beginnen. Bei einer von der Special Competitive Studies Project (SCSP) veranstalteten AI-Messe sagte Schmidt, China habe unter Verwendung minderwertiger Hardware und Open-Source-Technologie KI-Modelle entwickelt, die mit der Leistung der USA mithalten können. Der Abstand zwischen den chinesischen und US-amerikanischen KI-Fähigkeiten habe sich von ein bis zwei Jahren auf weniger als sechs Monate verringert, was Schmidt im KI-Entwicklungszeitplan als „Sekunden“ beschrieb. Schmidt hatte die Chipexportkontrollpolitik während seiner Amtszeit in der US-amerikanischen Nationalen Sicherheitskommission für Künstliche Intelligenz zuvor unterstützt, räumt aber nun deren nachlassende Wirksamkeit ein, da China alternative technologische Ansätze nutzt, um seine KI-Industrie voranzutreiben.
Schmidt räumt nachlassende Wirksamkeit der Chipexportkontrollen ein
Auf der von der SCSP veranstalteten AI-Messe im Mai gab Schmidt bekannt, dass er die Exportbeschränkungen für High-End-KI-Chips nach China während seiner Zeit in der US-amerikanischen Nationalen Sicherheitskommission für Künstliche Intelligenz „persönlich stark unterstützt“ habe. Allerdings erklärte er, dass diese Politik „nun zu scheitern beginne“. Schmidt erläuterte, dass China Systeme mit einer Leistung aufgebaut habe, die mit den gängigen US-KI-Modellen vergleichbar sei, obwohl die verwendeten Hardware-Spezifikationen denen in den USA unterlegen seien.
China verringert KI-Rückstand auf unter sechs Monate
Schmidt erklärte, dass der Abstand zwischen chinesischen und US-amerikanischen KI-Modellen vor einem Jahr bei etwa ein bis zwei Jahren lag. Dieser Abstand habe sich nun auf weniger als sechs Monate verringert. „In unserer [KI-Entwicklungs-]Welt ist das fast gleichbedeutend mit einer winzigen Lücke von Sekunden“, so Schmidt. Aus marktwirtschaftlicher Perspektive räumte er ein, dass die USA in der KI-Branche einem starken Konkurrenten gegenüberstehen.
Schmidt äußert Bedenken bezüglich Open-Source-KI-Entwicklung
Schmidt identifizierte die chinesische KI-Industrie als eine, die hauptsächlich auf Open-Source-Technologie angewiesen ist. „Das gefällt mir überhaupt nicht, denn es bedeutet, dass es weitgehend unkontrolliert ist, auch von uns [den Vereinigten Staaten]“, erklärte er. Schmidt stellte fest, dass Open-Source-Technologie eine schnellere Verbreitung und Innovation ermöglicht. Er deutete an, dass Europa, wenn es keine erheblichen Ressourcen in den Aufbau eigener Modelle investiert, letztlich chinesische Technologie übernehmen könnte. Schmidt äußerte auch Bedenken, dass die Open-Source-Entwicklung zu Problemen im Bereich Privatsphäre und nationale Sicherheit führen könnte.
FAQ
Was sagte Eric Schmidt im Mai über die US-Chipkontrollen gegenüber China?
Eric Schmidt erklärte im Mai auf einer SCSP-KI-Messe, dass die US-Chipexportkontrollen gegen China zu scheitern beginnen. Er sagte, dass China unter Verwendung minderwertiger Hardware und Open-Source-Technologie KI-Modelle entwickelt habe, die mit der Leistung der USA mithalten können.
Wie stark hat sich der KI-Rückstand zwischen China und den USA laut Schmidt verringert?
Schmidt sagte, dass der Abstand zwischen chinesischen und US-amerikanischen KI-Modellen vor ein bis zwei Jahren lag, sich aber nun auf weniger als sechs Monate verringert habe, was er in Bezug auf die KI-Entwicklung als „Sekunden“ beschrieb.
Warum ist Schmidt besorgt über Open-Source-KI-Technologie?
Schmidt erklärte, dass ihm nicht gefällt, dass die chinesische KI-Industrie auf Open-Source-Technologie angewiesen ist, da diese „weitgehend unkontrolliert ist, auch von uns [den Vereinigten Staaten]“. Er äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Probleme mit der Privatsphäre und der nationalen Sicherheit durch die Open-Source-Entwicklung.