Der Prognosemarkt Polymarket hat am 4. Mai den Kern-Patch für die Schwachstelle „Ghost Fill“ (Geisterabschluss) abgeschlossen: Der Anteil der anomal abgerechneten Abschlüsse sank von einem Allzeithoch von 30% auf 0,17%. Polymarket-Ingenieur Josh Stevens kündigte an, dass dieser Patch der Kern des V2-Upgrades sei. Dafür müsse die gesamte Transaktions-Backend-Struktur neu geschrieben werden; nach dem Go-live habe es nach einer Woche Wirkung gezeigt.
Was ist „Ghost Fill“: Abschlüsse passieren, aber das Geld ist weg
„Ghost Fill“ ist eine Angriffsmethode, bei der eine Order wie ein ausgeführter Handel aussieht, das Geld auf Seiten des Gegners jedoch bereits abgezogen wurde. Konkret verfährt der Angreifer zum Zeitpunkt der Bestätigung des Order-Abschlusses – und verschiebt die Gelder mit einer der folgenden Methoden:
Das Ergebnis: Die Gegenseite glaubt, sie habe den Vertrag zu einem bestimmten Preis gekauft, tatsächlich befinden sich die Gelder aber nicht mehr in der Wallet des Angreifers. Die Polymarket-Orderbuch-Anzeige zeigt einen Abschluss an, auf der Blockchain findet jedoch keine entsprechende Abrechnung statt. Betroffene Nutzer sehen „irreführende Ausführungspreise“ und dass die erwarteten Gewinne ausbleiben.
Vom Scherz zum LP-Arbitrage: Wie sich das Angriffsausmaß vergrößerte
In der Anfangsphase war das Ghost-Fill-Volumen noch vergleichsweise klein; es nutzten nur wenige Nutzer es, um andere Order-Placer „vorzutäuschen“, dass Orders ausgeführt seien. In letzter Zeit wurde die Methode jedoch systematisch eingesetzt, um Prämien von Polymarket-Liquiditätsanbietern (LP) abzuschöpfen:
Das Resultat ist: „LP-Prämien mitnehmen, aber kein Market-Maker-Risiko tragen“ – eine Arbitrage mit null Kosten.
Nachdem sich dieses Arbitrage-Modell ausgeweitet hatte, stieg der Anteil von Ghost Fill zeitweise auf 30% – das bedeutet, dass auf der Plattform etwa drei Zehntel der „Abschlüsse“ on-chain nicht wirklich zu einer passenden Abrechnung führten und damit die Glaubwürdigkeit des Polymarket-Orderbuchs massiv erodierten.
Erfolg des V2-Patches: 0,17% und weiter fallend
Polymarket flickt nicht nur eine einzelne Funktion, sondern schreibt die gesamte Transaktions-Backend-Struktur neu und bringt ein V2-System heraus, das diese Woche live geht. Stevens erklärte in der Ankündigung: „Der Anteil von Ghost Fill sank von einem Peak bei 30% auf 0,17% – und am selben Tag nähert er sich kontinuierlich nahezu null. Wir wissen, dass dieses Problem die Nutzererfahrung aller beeinträchtigt hat, und wir entschuldigen uns dafür; jetzt sollte es im Grunde einen großen Unterschied geben.“
V2 löst nicht nur Ghost Fill, sondern ermöglicht dem Polymarket-Engineering-Team auch künftig mehr Flexibilität beim Patchen auf der Basisschicht, wenn es mit ähnlichen Angriffen konfrontiert wird. Für LPs und normale Nutzer bedeutet das: Die Plattform betritt damit eine Phase der „Reparatur der Glaubwürdigkeit“ – der im Orderbuch angezeigte Abschluss kommt der tatsächlichen on-chain-Realität nun deutlich näher.
In der Gesamthistorie von Polymarket reiht sich der Abschluss dieses Patches in mehrere Meilensteine ein – nachdem im April der Monatsumsatz 25,7 Milliarden US-Dollar übertraf, die Bewertung bei 15,8 Milliarden US-Dollar lag und der Start von Perpetual-Futures erfolgte (10×-Hebel, BTC, NVDA, Gold) – und so weiter. Die vollständige Analyse von abmedia Polymarket hat die entsprechenden Ereignisse bereits erfasst; in diesem Fall ist der Patch die entscheidende Basisgrundlage für die V2-Plattform-Umstellung.
Der Artikel Polymarket behebt die „Ghost-Fill“-Schwachstelle: Die anomale Abschlussrate von 30% sinkt auf 0,17%, V2 geht nach einer Woche in Wirkung – erscheint zuerst bei 鏈新聞 ABMedia.
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