Nintendo wird den globalen Preis der Switch 2 auf 500 US-Dollar von 450 US-Dollar anheben und verweist auf den Druck auf die Profitabilität durch Zölle sowie höhere Kosten für Speicher, Materialien, Versand und Logistik. Das geht aus einem Bericht von Bloomberg hervor. Das Unternehmen prognostiziert für das Jahr bis einschließlich Ende März einen operativen Gewinn von 370 Milliarden Yen (2,36 Milliarden US-Dollar), der unter den 480 Milliarden Yen (3,07 Milliarden US-Dollar) liegt, die im Durchschnitt der Analystenschätzungen erwartet werden, und rechnet mit einem Belastungseffekt von 100 Milliarden Yen (639 Millionen US-Dollar) durch höhere Kosten.
Nintendo rechnet damit, in diesem Jahr 16,5 Millionen Switch-Einheiten zu verkaufen, nachdem die Switch 2 bis Ende März 19,9 Millionen Einheiten abgesetzt hatte. Analysten sagten, dass die schwächere Prognose darauf hindeutet, dass höhere Preise die Nachfrage beeinträchtigen könnten.
Nintendo hatte die Switch 2 mit 450 US-Dollar angesetzt, bevor am selben Tag neue US-Zölle angekündigt wurden. Die Zölle drückten die Margen rasch: Für Zölle auf China gilt 34%, während Vietnam und Kambodscha, in die Nintendo die Produktion verlagert hatte, mit 46% bzw. 49% besteuert wurden.
Die Preise für Bauteile waren über die Erwartungen hinaus gestiegen. Nintendo stellte fest, dass höhere Speicherpreise die Hardware-Profitabilität im dritten Quartal nicht wesentlich beeinträchtigt hätten und auch nicht für das vierte Quartal erwartet würden.
Ein höherer Launch-Preis steht gegen Nintendos üblichen Ansatz, früh eine große Basis an Konsolenbesitzern aufzubauen und sich dann im Zeitverlauf stärker auf Softwareverkäufe zu stützen. Die zusätzlichen Kosten machen die Anschaffung schwerer zu rechtfertigen, insbesondere mit Nintendo-Spielen wie Mario Kart World, die digital für 79,99 US-Dollar und physisch für 89,99 US-Dollar angeboten werden.
Das erhöht den Druck auf Nintendos Line-up für 2026, einschließlich Hardware-only-Exklusivtiteln wie Star Fox und Splatoon Raiders, um Käufer davon zu überzeugen, dass sich der anfängliche Aufwand im Gegenwert lohnt. Analysten befürchten eine langsamere Marktdurchdringung, was Drittanbieter treffen würde – also Verlage und Studios, die Spiele für Nintendos Plattform entwickeln und für deren langfristige Gesundheit sorgen.
Verlage, die Final Fantasy VII Rebirth und 007 First Light herausbringen, brauchen, dass die Nutzerbasis schnell wächst, um ihre Investitionen zurückzuverdienen. Daher könnte jede Verkaufsverlangsamung das breitere Geschäft mit Spielen rund um die Plattform zusätzlich belasten.
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