Das Weiße Haus zielt laut Patrick Witt, Executive Director des „President's Council of Advisors for Digital Assets“, auf den 4. Juli 2026 für die Verabschiedung des „Digital Asset Market Clarity Act“ im Repräsentantenhaus ab. Witt sagte auf dem „Consensus Miami“, dass der Zeitplan des Amts Senatsausschuss „Banking Committee“ im Mai vorsieht, eine Abstimmung im Senat im Juni und die Verabschiedung im Repräsentantenhaus vor der Frist am 4. Juli. „Es ist im Moment nicht viel Spielraum im Seil. Aber es ist ein erreichbarer Zeitplan“, sagte Witt.
Durchbruch beim Stablecoin-Kompromiss
Der Weg zur Verabschiedung wurde am Freitag deutlich freigeräumt, nachdem die Senatoren Thom Tillis (R-NC) und Angela Alsobrooks (D-MD) eine Einigung über Bestimmungen zur Stablecoin-Verzinsung erzielt hatten. Die Vereinbarung verbietet eine dem Bankeinlagen-gleichgestellte Verzinsung, erlaubt jedoch aktivitätsbasierte Prämien, die an Ausgaben gekoppelt sind. Witt stellte den Kompromiss als ausgewogen dar: „Krypto ist unzufrieden, Banken sind unzufrieden, aber beides ist etwa gleich stark. Und so wissen wir, dass wir den richtigen Kompromiss getroffen haben.“
Unterschiedliche Einschätzungen aus Branche und Politikern
Führungskräfte aus der Branche und Gesetzgeber lieferten unterschiedliche Einschätzungen zur Umsetzbarkeit des Zeitplans. Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase, sagte, er sei „sehr zuversichtlich, dass wir dieses Sommer spätestens das Clarity-Gesetz verabschiedet sehen werden“, und ergänzte: „Ich ermutige den Bankensektor sehr, der Bankbranche nicht das Ausscheiden aus den Köpfen eines Sieges zu bescheren.“
Der Vorsitzende des Senatsausschusses „Banking Committee“, Tim Scott, beschrieb den Gesetzentwurf als sich in der „roten Zone“ befindlich, während Senatorin Kirsten Gillibrand einen vorsichtigeren Zeitplan nannte und sagte, er könne „wenn wir Glück haben“, in der ersten Augustwoche abgeschlossen werden.
US-Führung und gesetzlicher Kontext
Witt stellte die Gesetzgebung als entscheidend dar, um die US-Führung bei digitalen Assets zu sichern, und warnte: „Wenn wir nicht den Standard setzen, wenn wir nicht die Regeln schreiben, dann werden wir Regelbefolger sein, und wir werden die Regeln eines anderen Regelwerks befolgen. Und Gott bewahre, dass es am Ende China ist, das diese Regeln letztlich schreibt.“
Die Fortschritte des „Clarity Act“ durch den Kongress sind langsam, frühere Versuche waren gescheitert, weil Krypto- und Bankinteressen bei zentralen Fragen keinen Kompromiss fanden. Ripple-CEO Brad Garlinghouse warnte, dass die nächsten zwei Wochen entscheidend seien: Wenn der Senatsausschuss-Entwurf nicht bald zustande kommt, werde die Wahrscheinlichkeit, dass der Gesetzentwurf verabschiedet wird, „dramatisch sinken“, während die Midterm-Politik an Fahrt aufnimmt.