Wahrscheinlichkeit für Fed-Zinsanhebungen steigt auf 80% für September, da aggressive Signale am 18. Juni den US-Anleihemarkt aus dem Takt bringen

Laut Goldman Sachs Asset Management haben sich die Markterwartungen für Zinserhöhungen der Federal Reserve am 18. Juni deutlich nach vorn verschoben. Der Chef-Anlagestratege Kay Haigh stellte fest, dass die vorsichtigeren Signale Händler überrascht hätten, die daraufhin schnell ihre Wetten auf frühere Zinserhöhungen erhöhten. Marktdaten preisen inzwischen mit über 80% Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung beim Fed-Treffen im September ein, während die Erwartungen für mehrere Zinsschritte bis Oktober reichen – ein massiver Umschwung gegenüber dem Dienstag, als man davon ausging, dass die früheste Zinserhöhung frühestens im Dezember erfolgen könnte.

Die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihen stieg am Mittwoch um 13 Basispunkte, was ihre stärkste Tagesbewegung seit April 2025 markiert und dem größten ein-tägigen Renditeanstieg an einem beliebigen Fed-Entscheidungstag seit 2008 entspricht. Haigh deutete an, dass die Volatilität bei Anleihen mit kürzerer Laufzeit voraussichtlich zunehmen wird, während die Märkte ihren Fokus wieder stärker auf die Inflationskontrolle richten und die Fed-Signale die bisherige Abhängigkeit von einer stärker vorausblickenden Guidance reduzieren; stattdessen werde die Datenabhängigkeit in den Vordergrund gestellt. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen erreichte am Donnerstag ein Zwei-Monats-Tief.

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