Fed hält Zinsen unverändert bei; reales Risiko für den Bullenmarkt ist die AI-Blase, sagt Wall Street

Laut SoFi Chief Market Strategist Liz Thomas und anderen Analysten von der Wall Street ließ die Federal Reserve die Zinsen in ihrer Junisitzung unverändert bei 3,5%–3,75%, signalisierte jedoch Spielraum für Zinserhöhungen noch in diesem Jahr. Die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihe stieg auf 4,177% – den höchsten Stand seit Februar 2025 –, was die Sorgen der Anleger widerspiegelt, dass die Inflation dauerhaft über 4% bleibt. Allerdings zielt der neue Ansatz der Fed unter dem Vorsitzenden Kevin Warsh darauf ab, dass die Märkte – statt der Leitlinien der Zentralbank – die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung steuern sollen.

Historisch gesehen haben frühere Zinserhöhungszyklen nicht zwangsläufig zu Börsencrashs geführt; der S&P 500 stieg in 4 der letzten 5 Straffungsphasen seit Anfang der 1990er-Jahre. Dennoch warnen Société Générale-Stratege Albert Edwards und Thomas, dass der aktuelle Bullenmarkt stark von dem KI-Investitionsboom abhängt, der hohe Vermögenspreise stützt. Wenn der KI-Run nachlässt, könnten sowohl der Konsum der Verbraucher als auch die Unternehmensinvestitionen – derzeit befeuert durch Vermögensgewinne – mit erheblichen Gegenwinden konfrontiert werden, was das reale Marktrisiko darstellt.

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