EU ordnet Google an, Android und Gemini für konkurrierende Dienste nach dem Digital Markets Act zu öffnen

Gate News-Mitteilung, 28. April — Die Europäische Kommission hat am 27. April Maßnahmen vorgeschlagen, die Google verpflichten, konkurrierenden Such- und KI-Diensten Zugang zu Android- und Gemini-Funktionen im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) zu gewähren. Der Regulator stellte fest, dass Google derzeit bestimmte Android-Funktionen ausschließlich für Gemini vorbehält.

Die vorgeschlagenen Änderungen würden es konkurrierenden KI-Tools ermöglichen, sich in Android-Apps für Funktionen wie E-Mail, Bestellen von Essen und das Teilen von Fotos zu integrieren. Google lehnte den Plan ab und argumentierte, er würde die Kontrolle der Gerätehersteller begrenzen und die Kosten erhöhen, während gleichzeitig der Datenschutz und der Schutz vor Sicherheitsrisiken geschwächt würden. Die Kommission wird Feedback bis zum 13. Mai annehmen und voraussichtlich bis Ende Juli über die Einhaltung durch Google entscheiden; bei Nicht-Einhaltung drohen Geldbußen von bis zu 10 % des jährlichen weltweiten Umsatzes.

Diese Maßnahme spiegelt den Wandel der EU hin zu vorschreibender Durchsetzung wider. 2017 wurde Google mit 2,4 Milliarden € bestraft, weil es bei seinem Shopping-Dienst über 99 % der Klicks der Shopping-Einheiten an seine eigenen Händler weitergeleitet hatte und damit weitgehend konkurrierende Vergleichsdienste ausschloss. Die aktuelle Vorgabe soll ähnliche wettbewerbliche Vorteile bei KI- und Datenzugriffen verhindern.

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