Gate News-Nachricht, 27. April — Ein neuer Bericht von Blockchain für Europa warnt, dass die Regulierung der Märkte in Krypto-Assets (MiCA) zu restriktiv ist und die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU bei der Entwicklung von Stablecoins gefährdet. Allerdings hat die regulatorische Klarheit paradoxerweise ein explosives Wachstum bei euro-denominierten Stablecoins ausgelöst, die zunehmend als praktische Alternative zu dem von der EU verzögerten Projekt für den digitalen Euro angesehen werden.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das Pilotprojekt für den digitalen Euro in die zweite Hälfte des Jahres 2027 verschoben, während Beamte versuchen, Kosten durch offene Zahlungsstandards zu senken. Mindestens €1,12 Milliarden (ungefähr $1,28 Milliarden) wurden für das Projekt bereitgestellt, und ein weiteres €2,62 Milliarden (ungefähr $2,99 Milliarden) wird im Startjahr erwartet. Die EZB hat kürzlich Vereinbarungen mit drei europäischen Normungsorganisationen unterzeichnet, um bestehende Rahmenwerke für offene Zahlungen erneut zu verwenden, sodass Banken und Händler geringere Kosten bei der Einführung haben. Wenn der digitale Euro gestartet wird, ist er für grundlegende Dienstleistungen kostenlos, obwohl die Zentralbank programmierte Zahlungen für regelmäßige Rechnungen ausgeschlossen hat, um nicht mit Geschäftsbanken zu konkurrieren.
In der Zwischenzeit stieg das Volumen von Euro-Stablecoins von $69 Millionen im Januar 2025 auf $777 Millionen bis März 2026 — ein Anstieg von 1.025%, der durch die regulatorische Klarheit im Rahmen von MiCA angetrieben wurde. Circles EURC erreicht jetzt über 50% des Marktanteils bei Euro-Stablecoins nach der frühen französischen Lizenz für E-Geld-Institute, wobei das Transaktionsvolumen um 1.100% gestiegen ist. Société Générale-FORGE's EURCV ist um über 340% gewachsen. Zehn große europäische Banken, darunter BNP Paribas, ING und UniCredit, haben sich zu einem Konsortium namens Qivalis zusammengeschlossen, um bis Mitte 2026 einen euro-gestützten Stablecoin zu starten — nachdem sie eine Lizenz für E-Geld-Institute bei der Niederländischen Zentralbank beantragt hatten.