EZB-Bericht 2026: Keiner der 5 verbliebenen EU-Mitgliedstaaten erfüllt die Euro-Beitrittskriterien

Laut dem am 25. Juni veröffentlichten Konvergenzbericht 2026 der Europäischen Zentralbank erfüllt derzeit keiner der fünf verbleibenden EU-Mitgliedstaaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets – Tschechische Republik, Ungarn, Polen, Rumänien und Schweden – alle für die Euro-Einführung erforderlichen Maastricht-Konvergenzkriterien. Die EZB bewertete jedes Land anhand rechtlicher und wirtschaftlicher Standards, darunter Inflationsziele, Haushaltsdefizite, langfristige Zinssätze, die Teilnahme am Wechselkursmechanismus II (WKM II) und die Vereinbarkeit des rechtlichen Rahmens. Während die Tschechische Republik und Schweden das Inflationskriterium erfüllen, erfüllen nur zwei der fünf Länder sowohl die Haushaltsdefizit- als auch die Zinssatz-Benchmarks. Kritischerweise nimmt keines der fünf Länder am WKM II teil oder verfügt über einen euro-kompatiblen Rechtsrahmen, beides zwingende Voraussetzungen für einen Beitritt. Der Bericht stellt fest, dass Ungarn, Polen und Rumänien weiterhin die Obergrenze von 3 % für das Haushaltsdefizit überschreiten und mit erhöhten Kreditkosten konfrontiert sind, was darauf hindeutet, dass eine Erweiterung des Euro-Währungsgebiets ohne wesentliche politische Änderungen vor 2030 unwahrscheinlich ist.
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