Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments hat heute (24. Juni) das Digital-Euro-Paket mit 43 Stimmen dafür und 14 dagegen verabschiedet. Die Zustimmung bringt die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem EU-Rat voran und bringt den Euroraum seiner ersten digitalen Zentralbankwährung näher, deren Einführung für 2029 geplant ist und rund 350 Millionen Einwohner anvisiert.
Gemäß dem verabschiedeten Entwurf würde der digitale Euro sowohl online als auch offline funktionieren, mit Datenschutzmaßnahmen, die Zero-Knowledge-Proof-Technologie nutzen, um sicherzustellen, dass Transaktionen verifiziert werden, ohne persönliche Daten preiszugeben. Die EZB hätte keinen Zugriff auf die persönlichen Identifikationsdaten der Nutzer. Offline-Zahlungen würden auf lokalem Gerätespeicher basieren, ähnlich wie Bargeld, allerdings könnten verlorene Gelder nicht wiederhergestellt werden. Es würden Besitzgrenzen eingeführt, um die Finanzstabilität zu schützen, und grundlegende Dienste blieben für die Nutzer kostenlos. Vor der Einführung muss die EZB technische Standards, Pilottests und Partnerschaften mit Zahlungsdienstleistern abschließen.