DOJ beantragt Wiederaufnahme des Prozesses für Tornado Cash Entwickler Roman Storm

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  • Das DOJ bittet das Gericht, Roman Storm wegen Geldwäsche- und Sanktionsverschwörung nach einem Patt der Geschworenen im Jahr 2025 erneut vor Gericht zu stellen.
  • Storm wurde bereits wegen des Betriebs eines nicht lizenzierten Geldtransfersystems verurteilt; der Antrag nach Regel 29 zielt darauf ab, das Urteil aufzuheben.
  • Der Fall zieht die Aufmerksamkeit der Krypto-Branche auf sich, da die Debatte über Datenschutz-Tools, Mixer und die Haftung von Open-Source-Entwicklern wächst.

Die Bundesankläger im Southern District of New York baten Richterin Katherine Polk Failla, einen neuen Prozess für den Tornado Cash-Mitbegründer Roman Storm anzusetzen. Der Antrag, im März 2026 eingereicht, betrifft zwei Anklagepunkte, bei denen eine Jury in Manhattan im August 2025 ein Patt erreichte. Die Staatsanwaltschaft möchte Storm wegen Verschwörung zur Geldwäsche und Verschwörung zur Verletzung der US-Sanktionen erneut anklagen.

Staatsanwälte beantragen erneuten Prozess für unentschiedene Anklagepunkte

Laut Berichten der Journalistin Eleanor Terrett beantragte das US-Justizministerium einen erneuten Prozess für die ungelösten Anklagepunkte. Die Staatsanwälte schlugen Termine Anfang Oktober vor, darunter den 5. oder 12. Oktober.

Die Anklagepunkte tragen bei einer Verurteilung eine Höchststrafe von bis zu 40 Jahren. Gleichzeitig ist Storms Regel 29-Antrag noch vor Gericht anhängig.

Dieser Antrag zielt darauf ab, seine Verurteilung wegen Verschwörung zum Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransfersystems aufzuheben. Ein Manhattan-Jury sprach ihm diese Verurteilung im ersten Prozess im August 2025 zu.

Allerdings konnten die Geschworenen nach vier Tagen Beratungen keine einstimmige Entscheidung zu den anderen beiden Verschwörungsvorwürfen treffen. Der Richter erließ zudem eine Allen-Anweisung, die die Geschworenen aufforderte, die Diskussionen vor einem Patt fortzusetzen.

Politischer Wandel schafft Kontext

Der Antrag auf einen neuen Prozess kommt, während das Justizministerium seine Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten aktualisiert hat. Im April 2025 gab Deputy Attorney General Todd Blanche ein Memo heraus, das einen neuen Durchsetzungsansatz skizziert.

Laut dem Memo sieht das DOJ sich nicht als Regulierungsbehörde für digitale Vermögenswerte. Die Staatsanwälte sollten auch vermeiden, Börsen, Wallets oder Mixer-Dienste für Nutzeraktivitäten ins Visier zu nehmen.

Gleichzeitig diskutierte das US-Finanzministerium in einem Bericht an den Kongress im März 2026 Datenschutz-Tools für digitale Vermögenswerte. Das Ministerium erkannte an, dass einige Nutzer Mixer verwenden, um die finanzielle Privatsphäre auf öffentlichen Blockchains zu schützen.

Tornado Cash-Fall zieht Brancheninteresse auf sich

Der Fall Tornado Cash hat die Aufmerksamkeit der gesamten Krypto-Branche auf sich gezogen. Storm argumentiert, dass die Staatsanwälte versuchen, Open-Source-Softwareentwicklung zu kriminalisieren.

In einem Beitrag auf X sagte er, ein weiterer Prozess könnte erhebliche finanzielle und persönliche Kosten verursachen. Die Kampagne „Free Roman Storm“ berichtete bis Januar 2026 über mehr als 5 Millionen US-Dollar an Verteidigungsmitteln.

Unterstützer sind unter anderem das Solana Policy Institute, das 500.000 US-Dollar an Verteidigungsmittel für Roman Storm und Alexey Pertsev spendete. Die Ethereum Foundation erklärte ebenfalls, dass datenschutzorientierte Förderungen ihre rechtliche Verteidigung unterstützen.

Frühere Maßnahmen gegen Tornado Cash prägten ebenfalls den Verlauf des Falls. Im August 2022 sanktionierte das US-Finanzministerium das Protokoll und behauptete, es seien Milliarden an illegalen Transaktionen, darunter Aktivitäten im Zusammenhang mit Nordkoreas Lazarus-Gruppe, durchgeführt worden. Ein späteres Berufungsgericht hob diese Sanktionen jedoch auf und ordnete ihre Aufhebung an.

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