Krypto-Handelsunternehmen BlockFills beantragt Chapter-11-Schutz

  • BlockFills stellte am 15. März 2026 beim US-Insolvenzgericht im District of Delaware einen Antrag auf Chapter 11, nachdem es die Abhebung von Kundengeldern ausgesetzt hatte und rechtlichem Druck ausgesetzt war. Der Antrag wurde von Reliz Ltd. eingereicht, dem Unternehmen, das BlockFills betreibt, zusammen mit drei verbundenen Einheiten. Die Restrukturierungsmaßnahme erfolgte aufgrund von Liquiditätsengpässen und einem Asset-Freeze im Zusammenhang mit Dominion Capital’s Vorwürfen der Vermögensmiss appropriation.

Insolvenzanmeldung offenbart Bilanzbelastung

Reliz Ltd., der Betreiber hinter BlockFills, reichte am Sonntag eine freiwillige Restrukturierungsanmeldung ein. Das Verfahren wurde beim US-Insolvenzgericht im District of Delaware eingereicht. Laut Gerichtsdokumenten beliefen sich die Vermögenswerte des Unternehmens auf zwischen 50 Millionen und 100 Millionen US-Dollar. Die Verbindlichkeiten lagen jedoch zwischen 100 Millionen und 500 Millionen US-Dollar.

Die Zahlen zeigten eine erhebliche Lücke zwischen Vermögenswerten und Verpflichtungen. Daher suchte das Unternehmen Schutz vor Gericht, um seine Geschäftstätigkeit neu zu ordnen. BlockFills erklärte, dass der Insolvenzprozess nach Gesprächen mit Investoren, Kunden und Gläubigern eingeleitet wurde. In einer Erklärung bezeichnete das Unternehmen Chapter 11 als den verantwortungsvollsten Weg nach vorne.

Das Unternehmen sagte, dass der vom Gericht überwachte Prozess eine geordnete Restrukturierung ermöglichen würde. Ziel sei es auch, den Betrieb zu stabilisieren und strategische Transaktionen zu prüfen. Zudem beabsichtige BlockFills, während des Prozesses neue Liquiditätsquellen zu erschließen. Das Unternehmen betonte außerdem, dass der Schutz der Interessen der Kunden weiterhin oberste Priorität habe.

Aussetzung der Abhebungen vor Insolvenzanmeldung

Vor der Anmeldung hatte BlockFills die Plattformaktivitäten bereits eingeschränkt. Im Februar setzte das Unternehmen Einlagen und Abhebungen der Kunden aus. Laut Angaben des Unternehmens wurden die Maßnahmen durch Markt- und Finanzbedingungen ausgelöst.

Zu dieser Zeit erklärte BlockFills, dass Verhandlungen mit Investoren und Stakeholdern liefen. Die Liquiditätsengpässe verschärften den Druck auf die Handelsplattform. Berichte deuteten darauf hin, dass das Unternehmen etwa 75 Millionen US-Dollar verloren hatte.

Laut früheren Offenlegungen verarbeitete BlockFills im Jahr 2025 ein Handelsvolumen von über 61 Milliarden US-Dollar. Das war ein Anstieg von 28 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen betreute außerdem mehr als 2.000 institutionelle Kunden in über 95 Ländern. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehörten Liquiditätsbereitstellung, Kreditvergabe und Handelstransaktionen.

Rechtsstreit mit Dominion Capital erhöht den Druck

Rechtliche Streitigkeiten erschwerten ebenfalls die finanzielle Lage des Unternehmens. Anfang dieses Monats erließ ein US-Bundesrichter eine einstweilige Verfügung. Diese folgte auf eine Klage von Dominion Capital.

Laut Gerichtsdokumenten vom 27. Februar beschuldigte Dominion BlockFills, Kundengelder missbräuchlich verwendet zu haben. Dominion behauptete, das Unternehmen habe Millionen von Dollar in Kryptowährungen auf der Plattform behalten.

Die Klage behauptete außerdem, dass das Unternehmen Kundengelder vermischt habe. Während des Streits wurde das Gericht vorübergehend bestimmte Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Fall einfrieren. Das Unternehmen setzte seine Restrukturierung unter Schutz von Chapter 11 fort.

BlockFills wird von Investoren wie Susquehanna Private Equity Investments und der Venture-Tochtergesellschaft der CME Group unterstützt.

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