Der Produktverantwortliche von Claude Code, Boris Cherny, gab ein Interview mit CNBC und sprach darüber, wie KI-Agenten die Softwareentwicklung der Menschen grundlegend umkrempeln werden. Boris erklärte, dass das von Anthropic entwickelte KI-Agenten-Tool „Co-Work“ es Ingenieuren und Wissensarbeitern ermöglicht, die lästigen Aufgaben an die KI abzugeben, während KI-Agenten einen tiefgreifenden Wandel in Unternehmen anstoßen: Das Softwareentwicklungsmodell verschiebt sich vom manuellen Schreiben hin zu einer Anleitung durch Befehle, was die Chance auf eine deutlich höhere Produktivität mit sich bringt.
Softwareentwicklung entwickelt sich von manuellem Schreiben zu KI-Agenten-Kollaboration
Der traditionelle Arbeitsmodus von Softwareingenieuren erfährt einen grundlegenden Wandel: Früher mussten Ingenieure Code Zeile für Zeile in einem Editor schreiben, nun erledigen sie Aufgaben mithilfe von Tools wie Claude Code durch KI-Agenten. In diesem neuen Entwicklungsansatz verwandelt sich die Rolle der Ingenieure vom „Ausführenden“ zum „Anleitenden“. Ingenieure definieren über einen Dialog mit der KI (Prompting) die Funktionsanforderungen, während der Agent für das Schreiben des Codes und das Ausführen von Tests zuständig ist; Menschen müssen sich nur auf Prüfung, Feedback und strategische Ausarbeitung konzentrieren. Dieses Modell erlaubt es Ingenieuren, mehrere Agenten gleichzeitig für Debugging einzusetzen, die eigene Energie auf kreative Arbeiten mit Kundenwert zu bündeln und dadurch die Leistungsfähigkeit von Entwicklern über die körperlichen Grenzen hinaus auszubauen. Diese modulare Ausführungskompetenz ermöglicht es, die Produktivität der Entwickler deutlich zu steigern.
Unternehmen müssen KI als Kerntechnologie begreifen und Geschäftsprozesse neu ausrichten
Der Produktivitätsgewinn durch KI beschränkt sich nicht mehr nur auf geringfügige Zuwächse im einstelligen Prozentbereich, sondern birgt das Potenzial für ein Vielfaches an Veränderung. Boris betonte, dass Unternehmen, um einen spürbaren Vorteil bei der Leistungsfähigkeit zu erlangen, die Umwälzung jener Zeit nachahmen müssten, als Computer in den 1990er-Jahren allgegenwärtig wurden: KI müsse ins Zentrum des operativen Geschäfts gerückt und die Geschäftsprozesse daraufhin neu organisiert werden. Der Einsatzbereich von KI-Agenten hat inzwischen branchenübergreifend Grenzen überschritten – von E-Commerce-Plattformen wie Shopify bis zu den von der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA geplanten Sondenpfaden ist überall ihre Spur zu erkennen. Auch Mitarbeiter ohne technischen Hintergrund nutzen Agenten zunehmend für Datenanalyse und Projektmanagement. Wenn Unternehmen KI lediglich als unterstützendes Randtool betrachten, werden sie den vollen Wert von KI kaum ausschöpfen können. Nur eine grundlegende Anpassung der Architektur ermöglicht es, sich an das durch KI-Agenten getriebene Wettbewerbsumfeld anzupassen.
Software-Programmierung wird zu allgemeiner Bildung für die Gesellschaft
Derzeitige technische Fortschritte werden als „Meilenstein der Druckerpresse“ in der Menschheitsgeschichte betrachtet: Vor der Erfindung der Druckerpresse waren Lesen und Schreiben nur einer kleinen Elite vorbehalten, danach entwickelten sie sich zu grundlegenden Fähigkeiten, um in der modernen Gesellschaft zu überleben. Boris prognostiziert, dass das Schreiben von Programmen einen ähnlichen Weg gehen und zu einer allgemeinen Sprache werden wird, mit der die Mehrheit Probleme lösen kann; die Softwareentwicklung wird zunehmend so verbreitet werden wie das Lesen und Schreiben.
KI hat die Ebene komplexer Syntax-Ausführung verinnerlicht. Nutzer müssen nur über klare Logik und Kommunikationsfähigkeit verfügen, um die Agenten dabei anzuleiten, die Entwicklungsaufgaben zu erledigen. Boris ist der Ansicht, dass es ähnlich wie heute weiterhin professionelle Autoren geben wird, auch professionelle Ingenieure nicht verschwinden werden. Stattdessen wird eine stärker gestufte Arbeitsteilung entstehen: Jeder kann KI nutzen, um alltägliche Entwicklungsanforderungen zu bewältigen, während professionelle Ingenieure die komplexeren Systemarchitekturen auf einer höheren Ebene bearbeiten – gemeinsam mit dem Effekt, die gesamte gesellschaftliche Allgemeinbildung anzuheben.
Technische Hürden sinken, Start-ups werden eine explosive Wachstumsphase erleben
Boris sagt, dass die Kosten für Softwareentwicklung sinken und die technischen Hürden für eine Unternehmensgründung deutlich nach unten gehen. In den kommenden zehn Jahren wird die Anzahl der Start-ups voraussichtlich explosionsartig zunehmen. KI-Agenten können nicht nur Code bearbeiten, sondern auch administrative Routineaufgaben wie die automatische Reisebuchung und den Ticketkauf übernehmen. Unternehmen können mit extrem schlanken Personalstrukturen arbeiten. Diese Umgebung ermutigt die junge Generation, Technik aktiv zu übernehmen und mithilfe von KI-Agenten Ideen schneller umzusetzen.
Dieser Artikel über Claude Code und Boris, den Verantwortlichen: KI-Agenten steigern die Produktivität des Menschen und schreiben die Geschichte der Softwareentwicklung neu, wurde zuerst bei Ketten-News ABMedia veröffentlicht.
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