„Fetter Pinguin“ dringt in den stationären Einzelhandel ein und sorgt für Rechtsstreit! Das 70 Jahre alte Bekleidungsunternehmen verklagt wütend wegen „Markenrechtsverletzung“

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Autor: Fenrir, Krypto-Stadt

Der US-amerikanische Bekleidungshersteller Original Penguin, vertreten durch die Markenlizenzgesellschaft PEI Licensing, hat kürzlich Klage beim Bundesgericht im südlichen Florida eingereicht und wirft dem bekannten NFT-Projekt Pudgy Penguins Markenrechtsverletzung vor. Das Unternehmen behauptet, Pudgy Penguins habe ohne Genehmigung mehrere „Penguin“-bezogene Wort- und Bildmarken verwendet, was gegen das Gesetz zum fairen Wettbewerb und den Markenschutz verstoße. Laut Gerichtsdokumenten lässt sich die Marke Original Penguin, die von PEI Licensing betrieben wird, bis ins Jahr 1955 zurückverfolgen. Seit 1956 verwendet die Marke ein Pinguin-Logo, und 1967 wurde die Wortmarke „Penguin“ offiziell registriert. Die Marke hat sich über die Jahre in der globalen Modebranche einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet.

Bildquelle: PEI Licensing | PEI Licensing ist der Ansicht, dass die Verwendung des Namens und des Pinguin-Images durch Pudgy Penguins die Verbraucher irreführen könnte

Die Klageschrift besagt, dass die Verwendung des Markennamens und des Pinguin-Images durch Pudgy Penguins möglicherweise dazu führt, dass Verbraucher glauben, es bestehe eine Zusammenarbeit oder Verbindung zwischen den beiden Marken. PEI Licensing ist der Meinung, dass diese Situation den Ruf und das Ansehen von Original Penguin schädigen könnte und langfristig den Wert der bestehenden Markenrechte beeinträchtigen kann.

NFT-Marke expandiert in den physischen Handel und löst Markenrechtskonflikte aus Pudgy Penguins wurde erstmals 2021 auf der Ethereum-Blockchain als NFT-Sammlung veröffentlicht und wurde schnell zu einer der bekanntesten nativen IPs in der Kryptoindustrie. Mit dem Rückgang des NFT-Marktes begann die Marke, sich auf physische Produkte und Markenlizenzierungen zu konzentrieren, um neue Einnahmequellen zu erschließen. Seit 2023 hat Pudgy Penguins mehrere Plüschspielzeuge und Bekleidungsartikel auf den Markt gebracht und ist erfolgreich in große Einzelhandelsketten wie Walmart und Target eingetreten. Laut Unternehmensangaben wurden innerhalb eines Jahres mehr als eine Million physischer Spielzeuge verkauft, was einen Umsatz von über 10 Millionen US-Dollar generierte. Allerdings weist PEI Licensing darauf hin, dass die auf Bekleidungs- und Accessoire-Produkten verwendeten Pinguin-Images, Slogans und Markennamen von Pudgy Penguins eine hohe Ähnlichkeit mit den bestehenden Markenrechten von Original Penguin aufweisen. Die Klageschrift enthält Vergleichsbilder verschiedener Produkte, darunter Hüte, Hoodies und andere Bekleidungsartikel, und argumentiert, dass die Markenkennzeichen leicht zu Verwechslungen im Markt führen können.

Bildquelle: PEI Licensing | PEI Licensing weist darauf hin, dass die auf Bekleidungs- und Accessoire-Produkten verwendeten Pinguin-Images, Slogans und Markennamen von Pudgy Penguins eine hohe Ähnlichkeit mit den bestehenden Markenrechten von Original Penguin aufweisen

Markenanmeldungen und Warnbriefe sorgen seit zwei Jahren für Streit PEI Licensing gab an, bereits am 20. Oktober 2023 eine Unterlassungsaufforderung (Cease and Desist Letter) an Pudgy Penguins gesendet zu haben, in der das Unternehmen aufgefordert wurde, die Verwendung potenziell verwirrender Pinguin-Marken auf Bekleidungs- und verwandten Produkten einzustellen. Das Unternehmen betont jedoch, dass Pudgy Penguins nach Erhalt der Mitteilung weiterhin entsprechende Produkte verkauft und zudem mehrere Marken beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) angemeldet hat, darunter „Pengu Nation“ sowie den Slogan „I am my penguin and my penguin is me“. PEI hat im Jahr 2024 auch formelle Einwände gegen mindestens zwei dieser Markenanmeldungen beim USPTO erhoben. Die Klageschrift führt aus, dass die beantragten Warenkategorien nahezu identisch mit den langjährigen Kategorien für Bekleidungs- und Accessoire-Produkte von Original Penguin sind, was auf einen direkten Wettbewerb hindeuten könnte. In den rechtlichen Dokumenten wirft PEI Pudgy Penguins vor, bewusst den Ruf und das Ansehen der bestehenden Marke auszunutzen, und sieht das fortgesetzte Verwenden der betreffenden Markenkennzeichen als vorsätzliche Handlung.

Pudgy Penguins widerspricht den Vorwürfen und behauptet, die Marktpositionen seien unterschiedlich Pudgy Penguins zeigte sich überrascht über die Klage. Die Rechtsleiterin Jennifer McGlone erklärte, dass die beiden Parteien zuvor private Verhandlungen geführt hätten, um den Streit im Dialog zu lösen, und die plötzliche Klageerhebung daher unerwartet komme. Das Unternehmen argumentiert, dass das Design und die Markenkennzeichen von Pudgy Penguins sich deutlich vom Original Penguin unterscheiden, sowohl in der visuellen Gestaltung als auch in der Zielgruppe und Marktposition. Zudem habe die USPTO mehrere Markenanmeldungen im Zusammenhang mit Pudgy Penguins genehmigt, was darauf hindeutet, dass keine klare Verwechslungsgefahr bestehe. Pudgy Penguins veröffentlichte außerdem auf X eine Meme-Grafik, die den Vorfall satirisch kommentiert.

Bildquelle: X/@pudgypenguins | Pudgy Penguins postete auf X eine Meme-Grafik, die den Vorfall satirisch kommentiert

Der Kläger fordert in dem Verfahren, dass das Gericht Pudgy Penguins zur Einstellung der Markenverwendung verurteilt, die Markenanmeldungen für ungültig erklärt und die Erlöse aus dem Verkauf der betreffenden Produkte beschlagnahmt. Zudem wird beantragt, alle Produkte, die eine Verwechslungsgefahr darstellen könnten, zu vernichten. Der Fall zeigt, wie NFT-Projekte nach der Expansion in den physischen Einzelhandel zunehmend mit traditionellen Marken- und Immaterialgüterrechtsfragen konfrontiert werden. Mit dem Eintritt der blockchain-nativen IP in den breiteren Konsummarkt könnten Marken- und Urheberrechtsfragen zu den wichtigsten rechtlichen Herausforderungen der Branche in der nächsten Entwicklungsphase werden.

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