Laut einer am Sonntag veröffentlichten Untersuchung der Nikkei soll eine chinesische Organisation, die verdächtigt wird, illegal Fentanyl-Vorstufen zu exportieren, auch in großem Stil Krypto-Betrug über japanische Einrichtungen betrieben haben. Im Mittelpunkt steht Hubei Amarvel Biotech, ein in Wuhan ansässiger Chemiehersteller, dessen Führungskräfte im Februar 2025 wegen Verschwörung verurteilt wurden, um Fentanyl-Vorstufen in die USA zu importieren.
Amavelel's japanische Tarnfirma Firsky fungierte als operatives Zentrum, das einen betrügerischen Token namens „Zksync.jp“ verteilte. Dieser war darauf ausgelegt, das legitime ZKsync Ethereum Layer-2-Netzwerk nachzuahmen. Das System brachte geschädigte Opfer in einer Gesamthöhe von über 1 Million US-Dollar, wobei die Verluste vor allem in Japan konzentriert waren. Nikkei identifizierte mehr als 120 verdächtige Transaktionen, die mit in den USA sanktionierten Einrichtungen in Verbindung standen und über Konten abgewickelt wurden, die mit der Wuhan Yuancheng Group verbunden sind. Die Domain „zksync.jp“ wurde 2023 registriert, wobei der Eintrag einem in Hongkong ansässigen Inhaber mit finanziellen Verbindungen zu Amarvel gehörte. Das Blockchain-Forensikunternehmen Chainalysis teilte der Nikkei mit, dass die Einrichtung eine gängige Methode zum Geldwäscheverfahren sei, da japanische Domains internationale Glaubwürdigkeit mit sich bringen, die dabei hilft, illegale Aktivitäten zu verschleiern.