China bereitet laut FT einen kommerziellen Rollout von Mbridge vor, einem blockchainbasierten System für grenzüberschreitende Abwicklungen von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs). Die Plattform hat seit Beginn der Entwicklung im Jahr 2021 ein grenzüberschreitendes Abwicklungsvolumen von 470 Milliarden Yuan (nahezu 69 Milliarden US-Dollar) verarbeitet. China will traditionelle Systeme wie SWIFT herausfordern, indem es Gebühren in halber Höhe anbietet; zudem ist geplant, eine in Hongkong ansässige Einheit einzurichten, um den kommerziellen Start zu steuern. Die Initiative spiegelt einen zunehmenden Wettbewerb in der Infrastruktur für digitale Währungen wider, während Nationen nach Alternativen zu westlich dominierten Zahlungsnetzwerken suchen.
Mbridge-Entwicklungs-Timeline und beteiligte Länder
Mbridge wird seit 2021 entwickelt, an der Beteiligung aus China, Hongkong, Thailand, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien sowie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) besteht. Die BIS stieg 2024 aus dem Projekt aus; der ehemalige BIS-Generaldirektor Agustín Carstens sagte, die Projektteilnehmer würden es unabhängig umsetzen. Nach Erreichen der Etappe eines Minimum-Viable-Produkts schloss das System im Jahr 2024 seine erste grenzüberschreitende Abwicklung des Digital Dirham ab, als Sheikh Mansour Bin Zayed Al Nahyan, Vorsitzender des Boards der Zentralbank der VAE, 50 Millionen Digital-Dirhams (13,6 Millionen US-Dollar) nach China sandte.
Transaktionsvolumen und operative Use Cases
Grenzüberschreitende Abwicklungen mit Mbridge haben ein Volumen von 470 Milliarden Yuan erreicht, nahezu 69 Milliarden US-Dollar. China bewirbt das System damit, dass es nur halb so hohe Gebühren erhebt wie traditionelle Systeme wie SWIFT. Der chinesische Yuan erfährt in internationalen Märkten eine zunehmende Nutzung; Berichte bringen seine Einführung mit Zahlungen in Verbindung, die an den Golfkrieg gekoppelt waren, über das 2015 gestartete Cross-Border Interbank Payment System (CIPS). China plant, eine in Hongkong ansässige Einheit einzurichten, um den kommerziellen Rollout von Mbridge zu verwalten.
Analystenkommentar zur Internationalisierung des Renminbi
Wang Jian, Chefanalyst im Finanzsektor bei Guosen Securities, sagte FT, dass die Übernahme von Mbridge die Geldumschlaggeschwindigkeit beschleunigen und das Risiko von Liquiditätsanspannungen reduzieren würde. „Allgemeiner könnte das Chinas Stimme in der globalen Währungsordnung stärken und die Internationalisierung des Renminbi unterstützen“, erklärte er.
FAQ
Was ist Mbridge und wer hat es entwickelt?
Mbridge ist ein blockchainbasiertes System für grenzüberschreitende Abwicklungen von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs). Es wird seit 2021 entwickelt, mit Beteiligung aus China, Hongkong, Thailand, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich; die BIS zog sich jedoch 2024 aus dem Projekt zurück.
Wie viel Transaktionsvolumen hat Mbridge verarbeitet?
Mbridge hat 470 Milliarden Yuan (nahezu 69 Milliarden US-Dollar) in grenzüberschreitendem Abwicklungsvolumen verarbeitet. Im Jahr 2024 schloss das System seine erste grenzüberschreitende Abwicklung des Digital Dirham ab, als Sheikh Mansour Bin Zayed Al Nahyan 50 Millionen Digital-Dirhams (13,6 Millionen US-Dollar) an China sandte.
Wie schneidet Mbridge im Vergleich zu SWIFT bei den Gebühren ab?
China bewirbt Mbridge damit, dass es die Hälfte der Gebühren traditioneller Systeme wie SWIFT berechnet. Die Plattform ist darauf ausgelegt, schnellere grenzüberschreitende Abwicklungen mithilfe von Blockchain-Technologie und Zentralbank-Digitalwährungen zu ermöglichen.