Zentralbanken bleiben trotz der jüngsten Korrektur des Edelmetalls von den Januar-Höchstständen entschlossen, ihre Goldreserven zu erhöhen, so Umfragen, die in der vergangenen Woche vom Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF) und zwei Wochen zuvor vom World Gold Council veröffentlicht wurden. Die Reserveverwalter erwarten, dass die Goldpreise im nächsten Jahr zwischen 5.000 und 6.000 US-Dollar pro Unze gehandelt werden, angetrieben durch strategische Diversifizierung weg vom US-Dollar und geopolitische Absicherungsbedürfnisse. Die Umfragen bestätigen, dass die Attraktivität von Gold bei den Zentralbanken über kurzfristige Preisbewegungen hinausgeht, wobei das Edelmetall als wesentlicher Reservewert angesehen wird, der in einer zunehmend fragmentierten globalen Landschaft Diversifizierung, Liquidität und Schutz bietet.
OMFIF- und World-Gold-Council-Umfragen zeigen rekordhohe Goldnachfrage der Zentralbanken
Die in der vergangenen Woche veröffentlichte jährliche Zentralbankumfrage des OMFIF ergab, dass die Reserveverwalter weiterhin überwiegend optimistisch gegenüber Gold eingestellt sind, wobei viele erwarten, dass die Preise im nächsten Jahr zwischen 5.000 und 6.000 US-Dollar pro Unze gehandelt werden. Die Zentralbanken betrachten Barrengold weiterhin als einen wesentlichen Reservewert, der Diversifizierung, Liquidität und Schutz vor einer zunehmend fragmentierten geopolitischen Landschaft bietet.
Die jährliche Umfrage zu den Goldreserven der Zentralbanken des World Gold Council, die zwei Wochen vor dem OMFIF-Bericht veröffentlicht wurde, hob denselben Trend hervor. Rekordverdächtige 45 % der Zentralbanken gaben an, dass sie erwarten, ihre eigenen Goldbestände in den nächsten 12 Monaten zu erhöhen, während fast 90 % glauben, dass die gesamten offiziellen Goldreserven weltweit weiter steigen werden.
Goldman Sachs prognostiziert, dass Gold im nächsten Jahr auf etwa 4.900 US-Dollar steigen könnte
Goldman Sachs erwartet, dass die staatliche Nachfrage eine der Hauptsäulen zur Stützung des Marktes bleibt, was seine optimistische Prognose untermauert. In seinem aktuellen Bericht prognostizierte die Bank, dass Gold im nächsten Jahr auf etwa 4.900 US-Dollar pro Unze steigen könnte. Die Prognose basiert auf anhaltenden Zentralbankkäufen auf historisch erhöhtem Niveau in einem Markt, in dem die neue Minenproduktion nur allmählich wächst.
Zentralbanken treiben strategische Goldkäufe zur Diversifizierung voran
Im Gegensatz zu ETF-Investoren oder spekulativen Händlern versuchen Zentralbanken nicht, Marktschwankungen zu timen. Ihre Käufe werden durch strategisches Reservemanagement, Bemühungen um Diversifizierung weg vom US-Dollar und die wachsende Bedeutung des Haltens politisch neutraler Vermögenswerte bestimmt. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind die dominierenden Käufer am Markt Institutionen, die strategische Entscheidungen treffen, die in Jahrzehnten statt in Quartalen gemessen werden.
Solange die Zentralbanken ihre Reserven auf historisch erhöhtem Niveau weiter aufstocken, werden sie eine wichtige Nachfragequelle bleiben. Gold wurde schon immer von Zinssätzen, Inflation und Währungsbewegungen beeinflusst, und diese Faktoren werden weiterhin die kurzfristige Volatilität antreiben.
FAQ
Was hat die OMFIF-Umfrage über die Erwartungen der Zentralbanken an die Goldpreise ergeben?
Die in der vergangenen Woche veröffentlichte jährliche Zentralbankumfrage des OMFIF ergab, dass die Reserveverwalter erwarten, dass die Goldpreise im nächsten Jahr zwischen 5.000 und 6.000 US-Dollar pro Unze gehandelt werden.
Wie viele Zentralbanken planen, ihre Goldbestände zu erhöhen?
Laut der jährlichen Umfrage des World Gold Council gaben rekordverdächtige 45 % der Zentralbanken an, dass sie erwarten, ihre eigenen Goldbestände in den nächsten 12 Monaten zu erhöhen, während fast 90 % glauben, dass die gesamten offiziellen Goldreserven weltweit weiter steigen werden.
Wie lautet die Prognose von Goldman Sachs für die Goldpreise?
Goldman Sachs prognostizierte in seinem aktuellen Bericht, dass Gold im nächsten Jahr auf etwa 4.900 US-Dollar pro Unze steigen könnte, angetrieben durch anhaltende staatliche Nachfrage und begrenztes Wachstum der neuen Minenproduktion.