
Laut dem von der Blockchain-Sicherheitsfirma BlockSec im Mai veröffentlichten Whitepaper „Stablecoin-Emittenten: Einfrier-Risiken und Treasury-Sicherheitsmanagement“, zeigt die On-Chain-Statistik des USDT Freeze Tracker: Bis zum 7. Mai wurden in den vergangenen 30 Tagen insgesamt 384 Adressen von Tether auf den beiden Netzwerken Ethereum und Tron auf die Blacklist gesetzt, was Einfrierungen von rund 515 Millionen US-Dollar an eingefrorenem Vermögen umfasst.

(Quelle: BlockSec)
Laut dem Whitepaper von BlockSec sind die vier typischen Auslöser für Einfrierungen durch die Emittenten von USDT (Tether) und USDC (Circle) wie folgt; die jeweiligen Grundlagen stammen aus offiziellen öffentlich zugänglichen Dokumenten von Tether, Circle und OFAC:
· Offizielle Anforderungen von Strafverfolgungs-, Justiz- und Aufsichtsbehörden
· Treffer auf Sanktionslisten (z. B. OFAC) oder bestehende Sanktionszusammenhangs-Risiken
· Hochriskante Geldflüsse wie Betrug, Diebstahl, Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung
· Technische Migrationen oder Änderungen der Kettenunterstützung, die aktive oder halbaktive Einfriermaßnahmen auslösen
Das Whitepaper zitiert außerdem eine offizielle OFAC-Erklärung, wonach öffentlich aufgelistete Krypto-Währungsadressen üblicherweise nicht vollständig sind; die Risikoidentifikation muss sich auch auf verbundene Verbindungen und Multi-Hop-Quellen zurückerstrecken.
Laut dem Whitepaper von BlockSec gibt es vier typische Governance-Blindspots im Hinblick auf das Risikomanagement bei Stablecoin-Einfrierungen:
On-Chain-Risiken von Adressen und Geschäftspartnern sind nicht sichtbar: Unternehmen haben bei den On-Chain-Adressen ihrer Kunden und Kooperationspartner, verbundenen Adressgruppen sowie bei früheren Interaktionen häufig keine ausreichende Kenntnis
Multi-Hop-Historische Geldfluss-Verbindungen sind nicht sichtbar: „Historische Kontamination“ steigt, sobald sie in den Haupt-Asset-Pool gelangt, das Risiko einer einzelnen Einzahlung potenziell zu einem Verfügbarkeitsrisiko für die gesamte Treasury hoch
Geldbörsen und Asset-Pools sind zu stark konzentriert: Wenn Vermögenswerte sich in einer einzelnen Wallet und auf einer einzigen Kette sammeln, kann eine Einfrierung an einem einzigen Punkt den gesamten Geschäftsbetrieb zum Stillstand bringen
Fehlende Mechanismen für kontinuierliches Monitoring: Die OFAC-Sanktionslisten werden fortlaufend aktualisiert; ein einmaliges Screening kann kein dauerhaftes Monitoring ersetzen
Laut dem Whitepaper empfiehlt BlockSec, die Ereigniszuordnungsfähigkeit so aufzubauen, dass sie vor Eintritt des Risikos fest steht: klar bewerten, welche Asset-Chargen Einfrierrisiken berühren, ob die Risiken aus vorgelagerten Quellen oder historischer Kontamination stammen, und ob sie sich bereits auf den Haupt-Asset-Pool ausgedehnt haben—um die Grundlage für eine effektive Kommunikation mit dem Emittenten zu schaffen.
Laut DefiLlama-Daten (Mai 2026) hat die globale Marktkapitalisierung von Stablecoins 320 Milliarden US-Dollar überschritten. Laut dem von Visa und Allium gemeinsam veröffentlichten On-Chain-Analyse-Dashboard (Stand: 7. Mai 2026) erreichte das ursprüngliche On-Chain-Transaktionsvolumen globaler Stablecoins in den vergangenen 30 Tagen 7,6 Billionen US-Dollar; nach Bereinigung um interne Transfers zwischen Institutionen beträgt das angepasste Transaktionsvolumen 1,2 Billionen US-Dollar.
Laut dem BlockSec-Whitepaper stammen die Einfrierdaten aus dem hauseigenen On-Chain-Tool USDT Freeze Tracker von BlockSec. Es umfasst die Aufzeichnungen der Blacklist-Adressen von Tether auf den Netzwerken Ethereum und Tron sowie die Dynamik von Entsperrungen; die Statistik ist bis zum 7. Mai 2026 erhoben.
Laut den Daten des USDT Freeze Tracker von BlockSec wurden in den vergangenen 30 Tagen 88 Adressen von Tether entsperrt, was einem Betrag von etwa 22,29 Millionen US-Dollar entspricht. Das BlockSec-Whitepaper weist darauf hin, dass Einfrierungen nicht zwangsläufig bedeuten, dass Vermögenswerte dauerhaft nicht wiederhergestellt werden können; Voraussetzung ist, dass Unternehmen den Auslösergrund in der ersten Phase klären und effektiv mit dem Emittenten kommunizieren können.
Laut dem BlockSec-Whitepaper zielt das Risiko traditioneller Sicherheit privater Schlüssel auf die Frage ab, „wer die Adresse kontrolliert“. Das Einfrier-Risiko des Emittenten bedeutet hingegen: Die privaten Schlüssel der Adresse bleiben zwar in der Kontrolle des Unternehmens, aber der Token selbst wird aufgrund von Steuerungsmechanismen des Emittenten auf Ebene des Vertrags, der Rücknahme oder der Kettenunterstützung in seiner Zirkulation und Verfügbarkeit eingeschränkt.
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