Bitcoin fiel kurzzeitig unter die 60.000-US-Dollar-Marke, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed im Dezember stieg auf 82 %.

Bitcoin notierte am 25. Juni vorübergehend bei 60.754 US-Dollar und fiel im Handelsverlauf kurz unter die Marke von 60.000 US-Dollar, mit einem Tiefststand von 60.728 US-Dollar. Daten von Prime Terminal zeigen: Die Markterwartung einer Zinserhöhung im Dezember steigt auf 82 %. Langzeitinvestoren verweisen auf das „Vierjahreszyklus“-Muster von Bitcoin und sehen den aktuellen Rückgang noch nicht auf dem Niveau der Bärenmärkte von 2022 oder 2018.

Historische Zyklusdaten von Bitcoin: Vergleich der Gewinne von 2023–2025 mit den Verlusten der letzten beiden Bärenmärkte

Die bestätigten historischen Daten der letzten drei Zyklen sind wie folgt:

Zyklus 2015–2018: Bitcoin stieg von 2015 bis 2017 stark an, erreichte Ende 2017 erstmals nahe 20.000 US-Dollar und fiel dann 2018 um 73 % zurück.

Zyklus 2019–2022: Bitcoin stieg von 2019 bis 2021 kontinuierlich, erreichte im November 2021 ein Allzeithoch von rund 69.000 US-Dollar und stürzte 2022 um 64 % ab.

Zyklus 2022–2026 (aktuell): 2023 stieg Bitcoin um 156 %, 2024 erneut um 121 %, erreichte im Oktober 2025 ein neues Allzeithoch von 126.000 US-Dollar und ist seitdem um über 50 % vom Höchststand gefallen.

Der aktuelle Rückgang von rund 48–50 % hat noch nicht das Ausmaß der Korrekturen der beiden vorherigen Bärenmärkte (64 % und 73 %) erreicht.

Halving-Mechanismus: Zeitpunkte des letzten Halvings 2024 und des nächsten Halvings im April 2028

Einige Analysten weisen darauf hin, dass der Halving-Mechanismus (Halving) einer der Haupttreiber des „Vierjahreszyklus“ von Bitcoin ist. Gemäß dem Design des Bitcoin-Netzwerks wird die Belohnung für neue Bitcoins, die Miner erhalten, etwa alle vier Jahre halbiert, was die Geschwindigkeit des Neuangebots verringert. In der Vergangenheit fanden die meisten Bullenmärkte innerhalb von 12 bis 18 Monaten nach einem Halving statt.

Zeitlich gesehen: Das letzte Halving fand im April 2024 statt; das nächste Halving wird voraussichtlich um April 2028 erwartet. Einige Marktteilnehmer sehen 2027 als wichtiges Zeitfenster, in dem der Markt wieder in eine Aufwärtsphase eintreten könnte, und das Halving 2028 könnte diese Erwartungen weiter verstärken.

Prime-Terminal-Daten zu Zinserwartungen der Fed: 40 % bei der nächsten Sitzung, 82 % im Dezember

Laut den neuesten Daten von Prime Terminal: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bei der nächsten Sitzung die Zinsen unverändert lässt, beträgt 60 %, die einer Zinserhöhung 40 %; die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember steigt auf 82 %, Händler haben bereits eine Straffung von etwa 20 Basispunkten eingepreist. Acht der 19 Entscheidungsträger der Fed erwarten eine Zinserhöhung bis Ende 2026, die Mehrheit tendiert zu einer Beibehaltung.

Auf institutioneller Ebene weisen mehrere Institute wie die Deutsche Bank darauf hin, dass Bitcoin zunehmend wie ein riskantes institutionelles Asset und weniger wie ein von Privatanlegern dominierter Spekulationswert erscheint, wobei die Korrelation mit dem globalen Liquiditätsumfeld stetig zunimmt. Abflüsse institutioneller Gelder aus Bitcoin-ETFs und ein stärkerer US-Dollar sind ebenfalls wesentliche Faktoren, die die Risikobereitschaft in letzter Zeit dämpfen.

Häufige Fragen

Folgt Bitcoin zwangsläufig dem „Vierjahreszyklus“-Muster?

Laut Artikel wird das „Vierjahreszyklus“-Muster von einigen Langzeitinvestoren und Analysten als historisches Muster angeführt, ist aber kein deterministisches Gesetz. Der Artikel weist auch darauf hin, dass „die Geschichte sich nicht einfach wiederholt, aber sie reimt sich oft“ – dieser Rahmen dient lediglich als Referenz und nicht als Garantie für die zukünftige Entwicklung.

Ist der aktuelle Rückgang von 50 % bereits der Tiefpunkt des aktuellen Bärenmarktes?

Laut dem historischen Vergleich im Artikel hat der aktuelle Rückgang von rund 48–50 % noch nicht das Niveau des Bärenmarktes von 2022 (64 %) oder 2018 (73 %) erreicht; falls der aktuelle Rückgang sich den historischen Niveaus annähert, wäre theoretisch ein weiterer Fall auf 50.000 US-Dollar oder tiefer möglich. Der Artikel gibt keine definitive Einschätzung zum Tiefpunkt.

Was ist der tatsächliche Wirkmechanismus von Fed-Zinserhöhungen auf Bitcoin?

Laut Einschätzungen von Instituten wie der Deutschen Bank ähnelt Bitcoin nun immer mehr einem riskanten institutionellen Asset, dessen Korrelation mit dem globalen Liquiditätsumfeld stetig zunimmt. Zinserhöhungen treiben in der Regel den US-Dollar nach oben und dämpfen die Liquidität, was direkt die Bereitschaft institutioneller Anleger zur Allokation in risikoreiche Assets beeinflusst – daher steht Bitcoin bei steigenden Zinserwartungen unter stärkerem Abwärtsdruck.

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