Laut Bank of America wird die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen im September, Oktober und Dezember 2026 um 25 Basispunkte anheben und damit den Federal-Funds-Satz auf 4,25%–4,5% erhöhen. Dies bedeutet eine deutliche Kehrtwende gegenüber der Prognose der Bank aus der Vorwoche, in der sie davon ausgegangen war, dass die Zinsen bis 2026 unverändert bleiben würden.
Der BofA-Ökonom Aditya Bhave erklärte, das Inflationsproblem der Fed sei „eindeutig schlimmer“ geworden. Die Kern-PCE-Inflation könnte im Mai 2026 3,5% erreichen, fast 70 Basispunkte höher als ein Jahr zuvor. Die durch Wohnen getriebene Disinflation habe weitgehend ihren Höhepunkt erreicht, während die Inflation bei den Kern-Dienstleistungen weiterhin „sehr zäh“ sei. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh, der am 17. Juni sein Amt angetreten hat, hat eine eher restriktive Linie signalisiert und bei seinem ersten FOMC-Treffen „Preisniveaustabilität“ betont.