Gate News Nachrichten, 16. März: Der Technologieinvestor und ehemalige CTO von CEX, Balaji Srinivasan, hat kürzlich die Kryptoindustrie dazu aufgerufen, mehr blockchain-basierte Finanzinstrumente für Flüchtlinge und Staatenlose zu entwickeln, um den Finanzdienstleistungslücken infolge globaler Konflikte und Bevölkerungsverschiebungen entgegenzuwirken.
Srinivasan erklärte auf der Social-Media-Plattform X, dass mit zunehmenden regionalen Konflikten und wirtschaftlicher Instabilität die Zahl der Vertriebenen weltweit weiter steigen könnte, beispielsweise Ukrainer, die vor Krieg fliehen, oder aus geopolitischen Spannungen aus dem Golfgebiet abwandernde ausländische Arbeitskräfte. Wenn das traditionelle Finanzsystem keine Dienste mehr anbieten kann oder die Infrastruktur beschädigt ist, kann das Blockchain-Netzwerk eine alternative Finanzinfrastruktur darstellen.
Er bezeichnete Kryptowährungen als „Kriegszeitmodus des Internets“ und meinte, dass dezentrale Netzwerke von Anfang an widerstandsfähig gegen Störungen sind. Selbst bei Cyberangriffen, Finanzsanktionen oder Infrastrukturunterbrechungen könnten öffentliche Blockchains weiterhin Transaktionen verarbeiten. Diese Eigenschaft verleiht ihnen in Konflikt- oder Notfallsituationen einen besonderen Wert.
Branchenbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass trotz der tatsächlichen Bedürfnisse von Flüchtlingen bei grenzüberschreitenden Geldtransfers, Vermögensspeicherung und Zahlungsinstrumenten die Entwicklung entsprechender Produkte im Krypto-Bereich noch sehr begrenzt ist. Andi Duro, Gründer der Forschungsplattform TwoCents, meint, dass Krypto-Assets theoretisch Flüchtlingen bei fehlender finanzieller Identität und grenzüberschreitenden Zahlungen helfen könnten, aber aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Anreize die Produktentwicklung nur langsam voranschreitet.
Gleichzeitig wächst die Rolle von Stablecoins im globalen Kapitalfluss. Daten zeigen, dass die Umlaufmarktkapitalisierung des US-Dollar-Stablecoins USDC fast 80 Milliarden US-Dollar erreicht hat, etwa 79,2 Milliarden US-Dollar, und damit nahe an einem historischen Höchststand ist. Marktanalysen deuten darauf hin, dass dieses Wachstum teilweise mit Veränderungen im Kapitalfluss im Nahen Osten zusammenhängt.
Ein Analyst aus Dubai erklärte, dass aufgrund der Unsicherheit an den Finanzmärkten infolge regionaler Konflikte der Immobilienmarkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten kürzlich Schwankungen zeigte, der Immobilienindex des Dubaier Finanzmarkts deutlich gefallen ist, und einige Gelder durch Stablecoins grenzüberschreitend transferiert werden. Srinivasan betonte, dass Stablecoins ihr Potenzial im globalen digitalen Zahlungssystem bereits bewiesen haben, aber künftig noch mehr speziell auf benachteiligte Gruppen zugeschnittene Krypto-Finanzinstrumente notwendig seien.
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