AMD (Advanced Micro Devices) hat die neuesten Finanzergebnisse veröffentlicht. Im ersten Quartal erreichte der Umsatz 10,3 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 38% im Jahresvergleich entspricht. Auch der Gewinn je Aktie liegt über den Erwartungen der Analysten. AMD baut im Markt für KI-Beschleuniger weiter aus und wird zunehmend zu einer Option für große Cloud-Service-Provider, die nach Alternativen suchen. Zudem zeigt sich das Unternehmen hinsichtlich des langfristigen Wachstums seines Server- und Central-Processing-Unit-(CPU)-Geschäfts optimistisch und hat die Marktgrößenerwartungen nach oben angepasst. Die Aktie von AMD stieg im After-Hours-Handel um rund 15%; seit 2026 hat sie bereits um 82% zugelegt.
Erstes Quartal: Finanzleistung und Ausblick auf das zweite Quartal
Die Finanzergebnisse von AMD im ersten Quartal sind solide: Der Gesamtumsatz lag bei 10,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 38% gegenüber dem Vorjahr und über der Analystenschätzung von 9,89 Milliarden US-Dollar. Nach Abzug bestimmter Posten betrug der Gewinn je Aktie (Earnings Per Share, EPS) 1,37 US-Dollar und damit ebenfalls mehr als die erwarteten 1,28 US-Dollar. Für die Finanzprognose (Financial Guidance) im zweiten Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 11,2 Milliarden US-Dollar (mit einer Spanne von jeweils 3 Milliarden US-Dollar), deutlich über den von Bloomberg aggregierten Analystenerwartungen von 10,5 Milliarden US-Dollar. Diese Umsatzprognose zeigt, dass AMD fortlaufend Aufträge großer Technologiekonzerne für KI-Computing gewinnt und so das gesamte Umsatzwachstum antreibt.
Wachstum im Data-Center-Geschäft und KI-Positionierung
Im Kerngeschäft Data Center konnte AMD im ersten Quartal den Umsatz deutlich steigern: um 57% auf 5,8 Milliarden US-Dollar, über der Markterwartung von 5,61 Milliarden US-Dollar. Da Hyperscaler wie Alphabet und Amazon planen, im Jahr 2026 bis zu 725 Milliarden US-Dollar in den KI-Bereich zu investieren, wächst die Sichtbarkeit von AMD als zweitgrößter Hersteller von KI-Chips. Obwohl AMD aktuell noch hinter Nvidia zurückliegt, dürfte der Trend hin zu einer stärkeren Diversifizierung der Hardware-Lieferquellen durch Data-Center-Kunden AMD spürbar zugutekommen.
Expansion im Server-CPU-Markt und Anpassungen in der Lieferkette
AMD ist sehr zuversichtlich hinsichtlich der langfristigen Entwicklung im Server-CPU-Markt. Die Prognose für die jährliche Wachstumsrate wurde von zuvor 18% deutlich auf mehr als 35% angehoben. Bis 2030 soll der Markt im Umfang auf über 1.200 Milliarden US-Dollar wachsen. Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz mit Server-CPUs in dem betreffenden Quartal um mehr als 70% steigen wird. CEO Lisa Su betonte in der Ergebnispräsentation, dass AMD zur Deckung der Marktnachfrage eng mit den Partnern in der Lieferkette zusammenarbeitet und die Kapazitäten sowohl bei der Wafer-Fertigung (Foundry) als auch im Backend-Packaging und Testing substantiell ausweitet, um die langfristigen Umsatz-Ziele für das Data-Center-Geschäft abzusichern.
PC-Geschäftslage und Herausforderungen durch Speichermangel
Obwohl der PC-bezogene Umsatz im ersten Quartal um 23% auf 3,6 Milliarden US-Dollar gewachsen ist, steht der Bereich künftig unter Gegenwind. Da neue KI-Data-Center in großem Umfang hocheffiziente Speicherschips benötigen, verlagern Hersteller ihre Kapazitäten und verursachen so Verdrängungseffekte sowie steigende Kosten bei dem herkömmlichen PC-Speicher. Das Management geht davon aus, dass die höheren Kosten für Komponenten im zweiten Halbjahr zu einem Rückgang der PC-Auslieferungen führen werden. Ungeachtet der Herausforderungen in der Lieferkette rechnet AMD jedoch damit, dass der Umsatz auf Kundenseite weiterhin im Jahresvergleich wachsen kann und in dem Gesamtmarkt wettbewerbsfähig bleibt.
Dieser Artikel „AMD: Umsatz im ersten Quartal über Erwartungen, Server-CPU-Ausblick angehoben, Aktie schießt um 15% nach oben“ erschien erstmals auf ABMedia in den Chain News.
Verwandte Artikel
Rivian erweitert die R2-Varianten, während die Lieferungen im Juni näher rücken
Super Micro springt um 18 % auf die Q4-Prognose; EPS-Guidance von 65 bis 79 Cent übertrifft die Schätzungen
Ethereum-Spot-ETFs verzeichnen über Nacht 97,58 Mio. US-Dollar Nettozuflüsse, wobei BlackRocks ETHA führt
Morgan Stanley plant, noch in diesem Jahr Spot-Krypto-Handel auf seiner Wealth-Plattform einzuführen
JPMorgan-Chase-CEO sagt, dass eine Investition von 1 Billion US-Dollar in ein Rechenzentrum langfristig Sinn ergibt
Aktien von Halbleiterunternehmen in Hongkong steigen intraday, SMIC um über 10% im Plus