Amazon-Verkäufer starten einen 24-Stunden-Anzeigenboykott wegen neuer Zahlungsrichtlinien und Treibstoffzuschlag

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Gate News Nachricht, 16. April — Amazon (AMZN.US)-Verkäufer sehen sich zunehmendem Druck durch neue Plattformrichtlinien ausgesetzt, was dazu führt, dass Hunderte großer Händler am Mittwoch einen 24-stündigen Werbeboykott starten. Die Million Dollar Sellers (MDS)-Community, bestehend aus über 700 Mitgliedern mit einem kombinierten jährlichen Umsatz von ungefähr $14 Milliarden, organisierte den Protest gegen die jüngsten Richtlinienänderungen, die Verkäufer zufolge die ohnehin schon dünnen Gewinnmargen weiter zusammenschnüren.

Amazon hat kürzlich geändert, wie es Verkäufer bezahlt und Werbegebühren einsammelt, und kündigte eine 3,5%-Kraftstoffzuschlagsregel an, die ab dem 17. April gilt, um steigende Energiekosten aufgrund geopolitischer Spannungen auszugleichen. Darüber hinaus änderte das Unternehmen im März die Zahlungsbedingungen: Verkäufer müssen sieben Tage nach der Lieferung warten, bevor sie Gelder erhalten, im Vergleich zum bisherigen siebentägigen Zahlungsplan nach dem Versand. Das Unternehmen kündigte außerdem die automatische Abzugsbuchung von Werbegebühren von den Erlösen der Verkäufer an, doch diese Änderung wurde nach Rückmeldungen der Verkäufer auf den 1. August 2026 verschoben.

Michael Parton, der ein Amazon-Geschäft mit achtstelligen Umsätzen betreibt, sagte: „Unser Gewinn ist nahezu weg“, während MDS-Mitgründer Eugene Cayman anmerkte, die Situation fühle sich dieses Mal anders an: „Es ist nicht mehr nur frustrierend — es ist eine direkte Entnahme von Bargeld.“ Verkäufer befürchten, dass die Richtlinien den Cashflow einfrieren und sie daran hindern, Mitarbeitende und Lieferanten zu bezahlen. Viele Inhaber kleiner Unternehmen sind auf Kreditkarten-Boni aus Werbeausgaben angewiesen, die sie zufolge Amazon faktisch eliminiert hat.

Amazons Marktplatz für Dritthändler, der 2000 gestartet wurde, generiert mittlerweile über $528 Milliarden an jährlichen Erlösen aus Händlerdiensten (plus 11% im Jahresvergleich im Q4) und macht 42% des gesamten Absatzes des Unternehmens aus. Laut einer Studie von Marketplace Pulse lag Amazons durchschnittlicher Anteil pro Transaktion im Jahr 2022 erstmals über 50%. Die US-amerikanische Federal Trade Commission reichte im September 2023 eine Kartellrechtsklage gegen Amazon ein und machte wettbewerbswidrige Praktiken geltend; der Prozess ist für 2027 angesetzt. Amazon hält daran fest, dass seine Richtlinien den Erfolg der Verkäufer unterstützen und weniger kosten als Alternativen.

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