Das bisher beliebteste Open-Source-Projekt, beinahe zum „Beutestück“ in der Krypto-Szene geworden

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Autor: Nancy, PANews

Im Open-Source-Bereich ist ein schwarzer Schwan aufgetaucht. In nur drei Monaten wurde OpenClaw zum beliebtesten und am schnellsten wachsenden Open-Source-Projekt aller Zeiten und gilt bei Entwicklern als neuer Liebling.

Der von Peter Steinberger ausgelöste KI-Wellensturm hat ihn nicht nur an die Spitze der AI-Influencer katapultiert, sondern auch weltweit zahlreiche „Hummer-Anhänger“ gewonnen. Dieser heiß begehrte Hummer-Guru lehnt jedoch die Krypto-Branche stark ab und hat wiederholt öffentlich dagegen gewettert. Diese Haltung sorgt zweifellos für mehr negative Stimmung gegenüber Kryptowährungen.

Spitzenreiter bei GitHub-Sternen, dringende „Abgrenzung“ bei Krypto-Projekten

Zweifellos ist KI zur goldenen Erzählung für Kapital und Talente geworden, die kollektiv umziehen. Ihr rascher Aufstieg lässt viele hoffen, dass KI die Krypto-Branche wiederbeleben kann, und bietet im Kreis zahlreiche neue Möglichkeiten für Traffic-Boosts oder Investitionen.

Besonders im Fokus steht derzeit OpenClaw. Laut neuesten Daten hat OpenClaw auf GitHub über 250.000 Sterne erreicht, Linux und React übertroffen und ist eines der beliebtesten Open-Source-Projekte geworden, mit dem schnellsten Wachstum in der Geschichte der Open-Source-Entwicklung.

Mit dem globalen Hype um „Hummer züchten“ entstehen ständig Tutorials, Monetarisierungsbeispiele und Nutzererfahrungen rund um OpenClaw. Manche installieren es sogar vor Ort, um Profit zu machen. Vom unabhängigen Entwickler bis hin zu großen Firmen und Offline-Services ist das „Verkaufen von Schaufeln“ für OpenClaw äußerst beliebt.

Der Krypto-Markt will diesen Trend natürlich nicht verpassen. Kürzlich wurde das AI-Projekt Venice auf der Base-Blockchain als empfohlenes Modell für OpenClaw vorgestellt – das einzige native Krypto-Projekt in diesem Bereich. Durch den Hype um Top-AI-Projekte stieg der Venice-Token-Preis stark an, die Marktkapitalisierung überschritt zeitweise 900 Millionen US-Dollar. Diese Nachricht sorgte schnell für Aufsehen und wurde in der Krypto-Community vielfach geteilt.

Venice ist ein generatives KI-Projekt, das auf Datenschutz und contentfreie Inhalte setzt. Es integriert verschiedene Open-Source-Großmodelle. Gegründet wurde es 2024 von Erik Voorhees, einem Krypto-OG und Gründer von ShapeShift, der zuletzt wegen des Privacy-Hypes um Agent Aufmerksamkeit erlangte.

Steinberger ist jedoch offensichtlich kein Fan dieser Verknüpfung mit Hype und Spekulation. Er erklärte öffentlich: „Das war ein Versäumnis in früheren Dokumenten, wir wollen neutral bleiben.“ Gleichzeitig löschte OpenClaw die entsprechenden Empfehlungen.

Mit anderen Worten: OpenClaw distanziert sich diesmal nicht von Venice’s tatsächlichem Wert oder technischer Überlegenheit, sondern entfernt aktiv die „offiziellen Top-Empfehlungen“, um Überinterpretationen und unnötige Narrative zu vermeiden. Besonders bei einem Open-Source-Agenten-Framework, an dem der Gründer bei OpenAI beteiligt ist, ist technologische Neutralität für OpenClaw essenziell, um Interessenkonflikte zu vermeiden.

Entscheidung gegen Krypto-„Abzocke“ – Überlegungen, das Projekt aufzugeben

Im Gegensatz zu AI-Führungsfiguren wie Sam Altman von OpenAI oder Elon Musk, Mitbegründer von xAI, die eine positive oder sogar offene Haltung gegenüber Krypto zeigen, tritt Steinberger eher abweisend auf. Diese ablehnende Haltung sorgt auch in der Krypto-Szene für Unmut.

Tatsächlich lehnt Steinberger die „Abzocke“ in der Krypto-Community strikt ab. Seit letztem Jahr veröffentlichte er zahlreiche öffentliche Erklärungen, in denen er seine Ablehnung gegenüber spekulativen Krypto-Kulturen deutlich macht, sogar mit der klaren Aussage: „Kommt mir nicht mit.“

Nach dem Hype um OpenClaw im Januar, das durch den Streit um den Markennamen Clawdbot und den AI-Modelle von Anthropic, Claude, ausgelöst wurde, erhielt Steinberger eine Abmahnung wegen Markenrechtsverletzung. Er änderte den Namen des Projekts zweimal, bis es schließlich OpenClaw hieß.

Doch diese Namensänderung wurde von Krypto-Spekulanten schnell aufgegriffen und für Spekulationen genutzt.

Während des Umbenennungsprozesses kaperten automatisierte Scripts die Konten, gaben sich als offizielle Stellen aus und veröffentlichten Fake-Token wie CLAWD. Einige dieser Token erreichten zeitweise eine Marktkapitalisierung von mehreren Millionen Dollar und lockten zahlreiche Investoren an.

Angesichts dieser Marktmanipulationen erklärte Steinberger rasch, er werde niemals Token ausgeben und warnte davor, dass jegliche Projekte, die in seinem Namen Token herausgeben, Betrug seien. Dies führte zu einem massiven Kursverfall der betreffenden Token und erheblichen Verlusten bei Kleinanlegern.

Wenn diese Krypto-„Theaterstück“ nur Steinberger nervt, so ist die Zerstörung des Community-Ökosystems noch viel ärgerlicher.

Mit dem anhaltenden Hype um OpenClaw strömten immer mehr Krypto-Spieler in die entsprechenden Communities. Einige schickten bösartige Code-Commits oder beleidigende private Nachrichten an Steinberger, forderten ihn auf, Gebühren zu übernehmen oder das Projekt zu verschlüsseln.

Das offizielle Discord von OpenClaw begann, Begriffe wie Bitcoin und Crypto komplett zu verbieten, selbst neutrale technische Diskussionen wurden entfernt. So wurde etwa eine Diskussion, die sich auf den Blockhöhe von Bitcoin bezog, gelöscht.

„Ich habe die Leute unterschätzt“, sagte Steinberger kürzlich in einem Interview offen. Er beschreibt die Krypto-Community als eine sehr spezielle Subkultur, die alles, was im Trend liegt, schnell tokenisiert. Er selbst sei finanziell unabhängig und wolle mit solchen Dingen nichts zu tun haben. Der Krypto-Lärm verhindere, dass er echte Projekte erkennen könne; die Spekulation schade den Projekten.

Aufgrund dieser „Belästigungen“ erwog der brillante Entwickler sogar, das Projekt ganz aufzugeben. Er möchte nicht, dass sein Projekt zum Werkzeug für Krypto-Hype wird.

Vor Kurzem riet Steinberger jungen Menschen öffentlich: „Verschwendet keine Zeit mit Kryptowährungen.“ Diese Aussage zeigt seine Ablehnung gegenüber der Branche deutlich.

Der Konflikt zwischen Open-Source-Welt und Krypto-Community ist nicht nur eine Selbstschutzmaßnahme eines erfolgreichen Projekts, sondern spiegelt auch die unüberbrückbaren Spannungen zwischen technischer Reinheit und kapitalgetriebener Spekulation im aktuellen AI-Hype wider.

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