Artikel: Blockchain Knight
Gerade in Zeiten des Ausbruchs des Israel-Palästina-Konflikts hat Bitcoin trotz eines Kursrückgangs am Tag des Konfliktbeginns eine starke Erholung gezeigt und gestern Abend die Marke von 70.000 US-Dollar erreicht. Ein Blick auf einen Forschungsbericht von BlackRock zeigt, wie Bitcoin in geopolitischen Krisen abschneidet.
Der von BlackRock veröffentlichte Bericht weist darauf hin, dass Bitcoin in Zeiten geopolitischer Konflikte, Finanzkrisen und anderer Marktturbulenzen eine einzigartige Absicherungsfunktion gegenüber traditionellen Vermögenswerten bietet und eine wichtige Wahl zum Schutz vor globalen Finanz-, Währungs- und geopolitischen Risiken ist.
Als erstes weltweit breit genutztes internetbasiertes Währungsinstrument löst Bitcoin grundlegend die Probleme der Inflation, grenzüberschreitender Transaktionskosten und eingeschränktem Zugang, die traditionelle Währungen plagen.
Bitcoin zeigt langfristig eine geringe Korrelation zu traditionellen Vermögenswerten, kurzfristig jedoch eine gewisse Kopplung. Die Korrelation mit dem S&P 500 beträgt nur 0,2, ähnlich wie bei Gold. Kurzfristige Kopplungen werden meist durch tatsächliche Zinssatzänderungen oder Liquiditätsverschiebungen des US-Dollars verursacht und werden nach der Reaktion schnell wieder korrigiert. Fundamentale Faktoren bestimmen letztlich die Preisentwicklung.
Diese Eigenschaften verleihen Bitcoin in Zeiten großer geopolitischer Konflikte und Finanzkrisen eine besondere Wertigkeit.
Bei Schlüsselerignissen wie dem Konflikt zwischen den USA und Iran 2020, der US-Regionalbankkrise 2023 oder der Ankündigung globaler US-Zölle 2025 zeigte Bitcoin trotz kurzfristiger Marktschwankungen eine schnelle Erholung und erzielte deutliche positive Renditen.
Während Bitcoin im Iran-USA-Konflikt in 60 Tagen um 26 %, während der US-Regionalbankkrise um 25 % und bei den Zöllen 2025 um 23 % stieg, schnitten traditionelle Anlagen wie der S&P 500 in solchen Ereignissen deutlich schlechter ab.
Selbst bei extremen Ereignissen wie der COVID-19-Pandemie 2020 oder dem Russland-Ukraine-Krieg 2022 konnte Bitcoin nach kurzfristigen Rückgängen schnell wieder zulegen und zeigt eine starke Erholungsfähigkeit.
Der Bericht erklärt, dass die kurzfristigen irrationalen Schwankungen bei Bitcoin auf seine 24/7-Handelszeiten und sofortige Abrechnung zurückzuführen sind. In Zeiten knapper Liquidität an den traditionellen Märkten kann es zu Verkäufen kommen. Zudem befinden sich der Kryptomarkt und die Investorenwahrnehmung noch in einer unreifen Phase. Diese kurzfristigen Schwankungen verdecken jedoch nicht die fundamentalen Vorteile.
Bitcoin birgt kein Risiko durch Gegenparteien, ist nicht an zentrale Systeme gebunden und seine langfristige Entwicklung wird durch die globale Währungsstabilität, geopolitische Stabilität sowie die Stabilität der US-Finanzen und Politik beeinflusst.
Diese Logik steht im Gegensatz zu traditionellen Risikoanlagen und ist der Kern, warum Bitcoin in Zeiten der Marktpanik als „sicherer Hafen“ gilt.
Es ist jedoch zu beachten, dass Bitcoin als Einzelanlage weiterhin hohe Volatilität, regulatorische Unsicherheiten und eine unreife Ökologie aufweist. Diese Risiken unterscheiden sich jedoch deutlich von denen traditioneller Anlagen.
Eine moderate, niedrige Allokation kann das Risiko-Rendite-Profil eines Portfolios verbessern, indem sie Finanz-, Währungs- und geopolitische Risiken streut. Genau das macht Bitcoin zu einem einzigartigen Asset, das sich nicht einfach in das klassische „Risiko-/Sicherer-Hafen“-Schema einordnen lässt.
Insgesamt mag Bitcoin kurzfristig mit traditionellen Vermögenswerten korrelieren, doch angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und globaler Finanz- sowie politischer Unsicherheiten zeigt es in Krisenzeiten eine einzigartige Erholungsfähigkeit und Rendite. Damit ist es ein knappes Asset im Portfolio, das zur Absicherung gegen relevante Risiken beiträgt, mit einem langfristig diversifizierenden Wert.
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